Was verstehen die Deutschen eigentlich so, wenn sie fremdsprachige Musik hören? Die Künstlerin Coldmirror fasst „Verhörer“ in Worte und Bilder:

Miniprojekt: Wir verlesen, verschreiben, verhören und versprechen uns ständig. Lehrkräfte haben nicht selten im Lauf der Jahre lustige Beispiele aus ihrer Unterrichtspraxis gesammelt. Wer mag, kann Beispiele einsenden, die dann hier auf DeutschMusikBlog veröffentlicht werden.

Auf DeutschMusikBlog gibt es einen weiteren Artikel zum Thema „Misheard Lyrics“: Keks, alter Keks

Schmutzki rollt den roten Teppich aus für seine Gäste. Auch du stehst auf der Gästeliste, also schau doch mal vorbei!

„Alle geilen Leute sind auf meiner Party!
Krasse Langeweile in der ganzen Stadt.
Alle coolen Menschen stehen auf meinem Flokati.
Alle anderen haben heute Pech gehabt …“

Automatisierungsübung zu Konditionalsätzen: Eine Party planen (Reihenübung)

  • Wenn du den Raum organisierst, dann bringe ich die Getränke mit.
  • Wenn du die Getränke mitbringst, dann kümmere ich mich um die Musik.
  • Wenn du dich um die Musik kümmerst, dann mache ich Kartoffelsalat.
  • Wenn du Kartoffelsalat machst, dann lade ich alle Freunde ein.
  • Wenn …, dann …

Automatisierung bedeutet, dass durch das Trainieren sprachlicher Flüssigkeit unmittelbar Sprachkönnen erworben wird. Dabei ist eine Bewusstmachung sprachlicher Mittel nicht unbedingt nötig.

Würden Sie auch gerne mal einen Blick in die Zukunft werfen?

Die Struktur von Wenn-Sätzen einschleifen: Automatisierungsübung mit Ball

  • Wenn ich alt bin, bin/werde/habe/kann ich … (Indikativ im Präsens oder Futur)
  • Wenn ich alt bin, wäre/hätte/ könnte ich …(Konjunktiv II)

Einige Beispiele dazu im Lyricvideo von Soolo:

In konditionalen Satzverbindungen mit „wenn“

  • enthält der Nebensatz die Bedingung; der Hauptsatz die „Folge: „Wenn wir alt sind, sehen wir uns vielleicht wieder.“
  • steht das Verb im Nebensatz am Ende: „Wenn wir alt sind, schauen wir zwei den Wellen hinterher.“
  • kann der Satz real sein (Indikativ), wenn der Inhalt realisierbar ist: „Wenn ich alt bin, schau‘ ich mir alte Fotos an.“
  • kann der Satz irreal sein (Konjunktiv II), wenn der Sprecher keine Chance für eine Realisierung sieht:„Wenn wir alt sind, könnten wir uns so viel erzählen.“. „Wenn wir alt sind, hätten wir diese Welt vielleicht gemeinsam gesehen.“

 

Auf DeutschMusikBlog gibt es einen weiteren Eintrag

 

Bei einer Tee-Party mit Prinzessin Lillifee kommt es zu einer Überraschung. Offensichtlich ist die süße Fee schwer genervt von der Farbe rosa und singt: „Ich hab die Schnauze voll von rosa! Von lieb und brav und still! Ich mach jetzt, was ich will!“

Die in deutschsprachigen Ländern sehr populäre Figur der Prinzessin Lillifee ist die Heldin einer Kinderbuchreihe von Monika Finsterbusch. In den Büchern geht es um die Abenteuer einer kleinen Blütenfee und ihrer Freunde. Die dazu passende Produktreihe ist ausnahmslos in „Lillifee-Rosa“ gehalten und wurde dafür kritisiert, Klischees zu verstärken. Verglichen mit anderen Heldinnen aus Bilderbüchern ist Lillifee tatsächlich nicht besonders rebellisch. Die österreichische Liedermacherin Suli Puschban hält jedenfalls nichts davon, kleine Mädchen in rosarote Phantasie-Welten zu entführen.

B1-Lesetext: Was ist ein Klischee?

B2-Lesetext: Prinzessin Lillifee, zuckersüße Freundin

A2-Sätze sammeln: Wovon hast du die Schnauze voll?

  • Ich habe die Schnauze voll von … (Substantiv + Dativ: der Schule, der Arbeit, vom Regen, vom Stress, von Kummer und Sorgen, von Mücken)
  • Ich habe die Schnauze voll von … (Adjektivdeklination + Dativ: ungesundem Essen, schlechten Filmen, streitenden Geschwistern, meiner nervigen Tante Irmi, …)

Dativ üben mit Deichkind : Wo hört man so’ne Musik?

Lösung im Text:
– Im Kinderzimmer
– Beim Gerätetraining
– Bei der Stellensuche
– In der guten Stube
– Auf der Party neulich
– Beim Guerilla-Schaukeln
– Im Auto
– Beim Elternabend
– Beim Katerfrühstück
– Im Open Office
– Beim Reifen wechseln
– Auf der Tourie-Meile
– Beim Pubertieren
– In der Midlife-Crisis
– Im Hobbykeller
– Beim Klinkenputzen
– In der Tagesklinik
– Bei der Weiterbildung
– In der Todeszone

Hätten Sie auch Lust, einfach mal in einem deutschen Supermarkt herumzutanzen? Dann wird Ihnen der oberlässige Friedrich Liechtenstein gefallen.

Sein Song hat bereits mehr als 15 Mio. Klicks auf Youtube. Es handelt sich dabei um eine megageniale Werbekampagne für die deutsche Supermarkt-Kette Edeka.

Die Komparation wird auf A2.2 eingeführt. Im Gegensatz zum Komparativ und Superlativ (gut, besser, am besten) hat der Elativ (supergut) keine vergleichende Funktion. Mit ihm wird ein sehr hoher Grad einer Eigenschaft ausgedrückt und man kann ihn bereits ab A1 thematisieren. Füllen Sie die Tabelle aus:

Elativ

 

Typisch für Werbesprache sind nicht nur Lautworte wie „Knister“ und „Knusper“, sondern vor allem die Verwendung von Anglizismen. Machen Sie sich auf die Suche im Lied: supersexy, supereasy, superfit, superfresh, super Livestyle, super Power, super Snack, super Party, superchillig, super Cookies, superlazy, supercrunchy, supertasty, supercrazy

Einkaufen an einer deutschen Wurst-Theke: Hier noch eine weitere gelungene Edekawerbung, die sich sehr gut für den Anfängerunterricht eignet …

Die Redewendung „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ bedeutet, dass es manchmal besser ist, zu schweigen, als Unpassendes oder Überflüssiges zu sagen.

Im Deutschen gibt es neben endlos langen Wörtern zum Glück auch sehr kurze Sätze, die nur aus einem einzigen Wort bestehen. Eingliedrige Sätze sind typisch für die gesprochene Sprache.

– Ausrufesatz:              Vorsicht! Hilfe! Los! Ruhe! Oh! Mist! Au! Hallo! Psst!…
– Fragesatz:                 Wie? Was? Hä? Warum? …
– Aussagesatz:            (Was lernst du?)           Mathe.

Satzbaukasten: Ein Partner stellt Fragen. Der andere antwortet im Telegrammstil
– Wer ist das?   Lukas.
– Wie geht es dir?   Gut.
– Wie war die Party?   Okay.
– Was habt ihr gemacht?   Getanzt.
– Hat es dir gefallen?   Nein.
– Wie war das Essen?   Lecker.

Besonders redefaul sind Deine Freunde in ihrem Song „Erzähl mal“. Lassen Sie Einwortsätze im Text unterstreichen.

Lese- und Hörtext zum Thema auf der Deutschen Welle: Aber bitte in ganzen Sätzen

Die Party ist schon längst zu Ende, aber Sie wollen noch weitertanzen? Dann geht es Ihnen wie Laserkraft 3D …

Die gelungene Visualisierung des Songs „Nein, Mann!“ erleichtert das Verstehen; der Sprechgesang wird durch einfache Piktogramme und Schwarzlicht-Effekte unterstützt. Das Video kann daher bei erwachsenen Lernern bereits ab A1 eingesetzt werden.

Mitrappen: Den Refrain auswendig lernen lassen

Nein Mann, ich will noch nicht geh’n
Ich will noch ’n bisschen tanzen
Komm schon, Alter
Ist doch noch nicht so spät
Lass‘ uns noch ’n bisschen tanzen

Songtext inszenieren: Den Text sprechen und die Handlung durch einfache Piktogramme begleiten lassen

Nein1Nein2Nein3

 

Für Ihren Unterricht: Arbeitsblätter vom Goethe-Institut London