Lyric Videos als Ausgangspunkt für kreatives Schreiben?

  1. Lese-Hörverstehen: Beim Hören und Lesen einzelne Wörter, Satzfragmente oder ganze Sätze aufschreiben. Binnendifferenzierung: Jeder schreibt in seiner eigenen Geschwindigkeit und schreibt nur so viel auf, wie er ohne Zeitdruck bewältigen kann.
  1. Arbeit mit dem digitalen Wörterbuch: Neue Wörter definieren, übersetzen, erklären.
  1. Schreiben und Sprechen: Mit den notierten Wörtern einen eigenen einfachen Text produzieren und vortragen.

Alternativ findet man Sarah Connors Lyric-Video bei Universal Music

Max Giesinger hat seinen Hit „80 Millionen“ umgedichtet, damit er zur Fußball-Europameisterschaft passt. Im ursprünglichen Song ging es darum, unter 80 Millionen Menschen in Deutschland den perfekten Partner zu finden. In der Fußballversion geht es jetzt darum, dass hinter dem deutschen Nationalteam 80 Millionen Menschen stehen:

Selektives Hören ab A1 zum Thema Zahlen: Lernende versuchen folgende Begriff im Song zu identifizieren oder in eine Reihenfolge zu legen

  • 1000 Menschen
  • zweimal so viel
  • 300.000
  • 4 Millionen
  • 2 Jahre
  • Sechser im Lotto
  • Sieben Nächte
  • Achterbahn
  • 80 Millionen

Selektives Lesen ab A1: Lösungskontrolle im Text

 

Auf DeutschMusikBlog gibt’s noch mehr zum Thema Fußball:

 

Echt außerirdisch!

Prince Damien gewann 2016 mit diesem Song bei DSDS:

Schlager sind nicht nur musikalisch, sondern vor allem sprachlich einfach gestrickt und bieten sich geradezu an für den Unterricht mit Anfängern. Hier finden Sie den Text zu „Glücksmoment“.

Spielen Sie mit Ihren Lernenden „Satzpingpong“:

  • Satzstreifen: Auf der Vorderseite jedes Streifens steht ein Satz oder ein kurzer Textabschnitt des Songs. Auf der Rückseite steht eine Zahl, die die Reihenfolge des Satzes im Gesamttext bestimmt.
  • Lernende ziehen je nach Größe der Gruppe 1-2 Satzstreifen. Die Person mit dem Satzstreifen Nummer 1 beginnt, ihren Text laut vorzulesen: „Mein Herz schlägt lauter als ein Megafon!“
  • Nummer 2 antwortet darauf mit dem zweiten Satz des Textes: „Ich will mit dir jetzt auf und davon …“ Dann folgt Nr. 3, etc. bis der ganze Text gesprochen wurde.
  • Anschließend kann der Text in der Gruppe rekonstruiert werden: Die Satzstreifen werden mit der Textseite nach oben ausgelegt und die Gruppe versucht, den Text gemeinsam wiederherzustellen. Zur Lösungskontrolle der richtigen Reihenfolge dürfen die Zettel umgedreht werden. Zum Abschluss kann das Lied abgespielt und mitgesungen werden.

Vorteile der Pingpong-Methode: Lernende müssen noch keine eigenen Sätze produzieren, sondern imitieren durch lautes Sprechen. Bei der Rekonstruktion hilft das einfache Schlager-Reimschema. Der Text wird intensiv vorentlastet und ermöglicht ein detailliertes Verstehen.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s noch mehr zum Thema Schlager:

 

 

Sich so zu akzeptieren, wie man ist? Das Leben so anzunehmen, wie es ist?                        Lina Maly singt über Schönheitsideale und Perfektionismus:

B1-Klassenspaziergang: Lerner sammeln Antworten auf Fragen zum Thema, z.B.

  • Sind wir denn nie schön genug?
  • Ist es hier denn nie gut genug?
  • Bin ich denn nie klug genug?
  • Sind wir denn nie reich genug?

Arbeit mit dem Text: Lina Maly hat uns freundlicherweise den Text zur Verfügung gestellt, vielen Dank! Read More →

„Wie wichtig ist Musik für dich? Was bedeutet dir Musik? Wo und wann sollte Musik gespielt werden? Wann hat dich Musik am meisten berührt?“

Das sind interessante Gesprächsanlässe für den DaF-Unterricht. Diese Fragen stellte Wincent Weiss unterschiedlichen Menschen:

Hier geht’s zum offiziellen Musikvideo und zum Text von “MUSIK SEIN“

Hörverstehen: Schlüssel-Sätze im Song identifizieren. Da müsste Musik sein:

  • wenn es am Schönsten ist
  • wenn wir uns verlieben
  • wenn das Leben uns umhaut
  • wenn wir besoffen vor Glück sind

Bei einer Tee-Party mit Prinzessin Lillifee kommt es zu einer Überraschung. Offensichtlich ist die süße Fee schwer genervt von der Farbe rosa und singt: „Ich hab die Schnauze voll von rosa! Von lieb und brav und still! Ich mach jetzt, was ich will!“

Die in deutschsprachigen Ländern sehr populäre Figur der Prinzessin Lillifee ist die Heldin einer Kinderbuchreihe von Monika Finsterbusch. In den Büchern geht es um die Abenteuer einer kleinen Blütenfee und ihrer Freunde. Die dazu passende Produktreihe ist ausnahmslos in „Lillifee-Rosa“ gehalten und wurde dafür kritisiert, Klischees zu verstärken. Verglichen mit anderen Heldinnen aus Bilderbüchern ist Lillifee tatsächlich nicht besonders rebellisch. Die österreichische Liedermacherin Suli Puschban hält jedenfalls nichts davon, kleine Mädchen in rosarote Phantasie-Welten zu entführen.

B1-Lesetext: Was ist ein Klischee?

B2-Lesetext: Prinzessin Lillifee, zuckersüße Freundin

A2-Sätze sammeln: Wovon hast du die Schnauze voll?

  • Ich habe die Schnauze voll von … (Substantiv + Dativ: der Schule, der Arbeit, vom Regen, vom Stress, von Kummer und Sorgen, von Mücken)
  • Ich habe die Schnauze voll von … (Adjektivdeklination + Dativ: ungesundem Essen, schlechten Filmen, streitenden Geschwistern, meiner nervigen Tante Irmi, …)

BRKN hätt‘ gern `ne Karre, aber dazu bräuchte er Asche …

Internetrecherche: Lernende recherchieren die Bedeutung umgangssprachlicher Ausdrücke und versuchen, Synonyme zu finden

  • Am Arsch der Welt sein (sehr weit entfernt sein)
  • Digga (Freund, Kumpel)
  • Fahrgestell (positiv wertend für die Beine einer Frau)
  • Karre (Auto)
  • Asche (Geld)
  • die Ollen (Frau, Freundin, Alte)

B1-Hör- oder Leseverstehen: Lernende identifizieren umgangssprachliche Ausdrücke im Video/ Songtext

B2-Lesetext: Digger oder Digga? Ein Ehrentitel für alle

 

Fragt man einen Deutschen, was er mit Göttingen verbindet, denkt er vermutlich zuerst an die Universität oder an die Brüder Grimm. Fragt man einen Franzosen nach der Stadt in Niedersachen, denkt er vielleicht zuerst an die Sängerin Barbara, die 1965 eine wunderbare Hymne an Göttingen schrieb:

B1-Video: So entstand das Lied

B2-Lesetext der Deutschen Welle: Ein Chanson mit Geschichte

Sprachvergleich: Liedtext auf Deutsch und Französisch

Bis zum 27.11.2016 gibt es im Städtischen Museum Göttingen noch eine liebevoll gestaltete Ausstellung zu Barbara mit Originalfotos, interessanten Texten und Hörstationen.

Kann man seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen?

B2-Lesetexte zum Thema Selbstüberschätzung:

B1-Sehverstehen: Kursteilnehmende machen sich Notizen zu einzelnen Handlungs-abschnitten des Videos und fassen das Geschehen im Anschluss kurz zusammen.

Beispiel: Die Zaubervorstellung

  • Ein Zauberer zaubert drei Stühle auf die Bühne.
  • Der Zauberer zaubert eine Assistentin auf die Bühne.
  • Die Assistentin zaubert die drei Jungs der Band OK Kid auf die Stühle.
  • Der Zauberer hypnotisiert die Mitglieder der Band. Er gibt ihnen eine Ohrfeige.
  • Die drei Jungs können plötzlich jonglieren, Feuer spucken, Stühle auf dem Kinn balancieren und tanzen.
  • Plötzlich sind Zauberer, Assistentin und Zuschauer verschwunden und auf der Bühne sieht man nur noch drei kleine Hunde.

Sie können das Video in Ihrem Land nicht öffnen? Versuchen Sie es hier …

 

 

Sie starten mit einer neuen Klasse? Dann brauchen Sie ein Spiel, mit dem sich die Namen der Gruppe wiederholen und einprägen lassen.

Und so geht’s:

  1. Ein Vorname wird in seine Silben zerlegt. Dann werden neue Wörter gebildet, die mit den jeweiligen Silben beginnen. Erlaubt ist ein Wörterbuch. Beispiel: Ma-ri-a
  • Ma: Mai, Markt, Mathe, malen, …
  • ri: Richtung, Ritter Sport, richtig, …
  • a: Ach, Apfel, arbeiten, ausländisch, ABC, …
  1. Alliteration ist ein Stilmittel, bei der Wörter mit gleichen Anfangsbuchstaben in einem Satz verwendet werden. Bilden Sie mit Ihren neuen Wörtern Sätze. Beispiel: „Maria will zuerst malen oder den Markt besuchen und dann Mathe lernen.“

Hör- und Sehverstehen: Lernende notieren 5-10 Wörter, die zu den Silben von Namikas Namen passen. Wer mag, kann anschließend im Text nachlesen und ergänzen.

  • Na: Navigation, nah am mir selbst, nachts, NASA, nachdenklich, nachtaktiv, naiv
  • mi: Mitte 20, mischen, Mini, mit, mitten in Deutschland, missverstanden
  • ka: Kategorien, kannst, Kalligraphie, Kapitel, Karma

Sie können das Video in Ihrem Land nicht öffnen? Versuchen Sie es hier

Wann haben Sie zum letzten Mal etwas auswendig gelernt?

Chunks, ganze Sätze oder kurze Textpassagen auswendig zu lernen ist eine wertvolle Lerntechnik, die dazu beitragen kann, flüssiger zu sprechen. Diese Technik führt dazu, dass Lerner bereits komplexe Strukturen verwenden können, ohne diese sprach-analytisch bewältigt haben zu müssen. Auswendiglernen trägt zur Automatisierung von Sprechhandlungen bei und kann dadurch Sprechhemmungen abbauen. Auswendig-gelernte Satzmuster können später auf andere Dialogsituationen übertragen werden.

Ihre Lerner versuchen,

  • sich einen Text zu erschließen
  • den Text auswendig zu lernen
  • sich darüber auszutauschen, welche Verfahren sie eingesetzt haben, um die Aufgabe zu bewältigen

Probieren Sie es aus mit einem Songtext von Kaind:

Manche Dinge können klein, – und doch wie ein Leuchtturm sein.

Kaum zu hören und doch Sirenen, die alles übertönen.

Wie der Sinn zwischen den Zeilen, so kannst du manchmal sein.

Wie ein Leuchtturm auf der See …

Normalerweise gehen wir im Fremdsprachenunterricht an Songtexte eher global oder selektiv heran. Das Auswendiglernen ermöglicht jedoch auch einen detaillierten Zugang. Erfolgserlebnis: Nach dem Auswendiglernen können Sie den folgenden Song  zu 100% verstehen.

Nützliches Werkzeug zum Auswendiglernen: Memorize now

  1. Titel eingeben (item name)
  2. Text ins Textfeld schreiben oder kopieren
  3. Add-Button klicken
  4. Oben Memorize-Button klicken
  5. Dann mit Pfeiltaste immer neue Varianten klicken und Lücken füllen, bis der Text komplett rekonstruiert werde kann

Die Berliner nennen ihre öffentlichen Verkehrsmittel liebevoll „Öffis“ und auch Kontrolleur Kazim ist sehr nett und tolerant, solange seine Fahrgäste ein Ticket haben. Mit dem Slogan „Nur wir lieben dich so, wie du bist …“ landete die BVG über eine Imagekampagne einen viralen Hit mit über 5 Mio. Klicks auf YouTube.

Tabuspiel: Kursteilnehmer bekommen Kärtchen, deren Inhalte sie beschreiben müssen, ohne die Begriffe verwenden zu dürfen

  • Hund mit Hai
  • Mann auf Pferd
  • Zwiebel schneiden
  • Käse reiben
  • Roboter mit Senf
  • Mann mit Trommel
  • Kind mit Bommel
  • Junge macht Spagat

Alternativ das Spiel MontagsmalerKursteilnehmer bekommen Kärtchen, deren Inhalte sie zeichnerisch umsetzen müssen, bis sie erraten werden

Sehverstehen: Kursteilnehmenden legen beim Sehen die Kärtchen, mit allem was Kazim egal ist, in die richtige Reihenfolge

Plötzlich steht völlig unerwartet dein Glück vor dir!

A2-Schreibanlass: Wie sieht es aus? Wie hört es sich an? Wie fühlt es sich an?


A2.2-Grammatik: Steigerungsformen

  • Der Komparativ wird gebildet, in dem an die Adjektivendung ein –er gehängt wird:
    laut – lauter, leicht – leichter
  • Einige Adjektive bilden ihre Steigerungsformen mit einem Umlaut:
    stark – stärker, groß – größer
  • Mit dem Komparativ wird ausgedrückt, dass zwei miteinander verglichene Größen ungleich sind. Als Vergleichspartikel bei Ungleichheit verwendet man „als“:
    – Das Glück ist größer, als alles, was du jemals gesehen hast.
    – Das Glück ist lauter, als alles, was du jemals gehört hast.
    – Das Glück ist stärker, als alles, was du jemals gespürt hast
    – Das Glück ist leichter, als alles, was dich jemals berührt hat.

Lesen Sie den Songtext der Band Jeden Tag Silvester und markieren Sie die Komparativformen.

 

Auf DeutschMusikBlog gibt es einen weiteren Eintrag zum Thema Komparativ: Weiter, schneller, höher!

Ihre Schülerinnen und Schüler können sich nicht mehr konzentrieren? Zeit für einen kurzen Energieaufbau, der gleichzeitig als Hörverstehen dient.

Aktivierungsübungen
– bringen Sauerstoff ins Hirn und den Kreislauf in Gang
– lockern die Stimmung auf und sind gut für den Gruppenzusammenhalt
– fokussieren die Aufmerksamkeit und fördern die Konzentration

Das tropische Gewitter kann man in jeder Niveau- und Altersstufe einsetzen. Hier ein schönes Beispiel aus dem Unterricht einer ukrainischen Grundschulklasse, mit freundlicher Erlaubnis meiner Kolleginnen Nadiia Demenska und Viktoriia Vostrikova aus Cherson. Vielen Dank!

Und so funktioniert das tropische Gewitter: Alle Lernenden stehen im Kreis, achten auf die Ansagen der Lehrkraft und begleiten diese mit Geräuschen. Später können die Ansagen auch von Lernenden übernommen werden.

Tropengewitter

  • Die Ruhe vor dem Sturm: konzentrierte Ruhe
  • Dann hören wir das erste Rauschen der Blätter im Wind: Fingerspitzen aneinander reiben
  • Es weht ein Wind: Oberarme über Kreuz reiben
  • Dann fallen die ersten schweren Regentropfen: schnipsen mit den Fingern einer Hand
  • Die Tropfen fallen häufiger: schnipsen mit den Fingern beider Hände
  • Dann beginnt es stark zu regnen: Oberarme über Kreuz schlagen
  • Der Regen prasselt vom Himmel: auf Oberschenkel trommeln
  • Das Gewitter ist direkt über uns: kräftig auf Oberschenkel trommeln und mit Füßen stampfen

Nach dem Höhepunkt des Gewitters baut die Lehrkraft das Gewitter in umgekehrter Reihenfolge wieder ab, bis die Sonne herauskommt. (Angelehnt an Unterlagen zur ganzheitlichen Trainerausbildung von Zamyat M. Klein und Anne Gombert)

 

Wetterbericht in Form einer Wettermassage: Alle stehen im Kreis und legen die Hände auf den Rücken des Vordermanns/ der Vorderfrau. Ein Sprecher verkündet langsam den Wetterbericht, der von den Teilnehmenden Schritt für Schritt umgesetzt wird. Beispiel:

  • Im Süden von Deutschland gibt es leichten Regen (zart mit den Fingern auf den Rücken klopfen).
  • Im Norden gibt es starken Regen (fester mit den Fingern klopfen).
  • Im Westen hagelt es (mit den Fingern auf den Rücken trommeln).
  • Im Osten gibt es Blitze (Zickzack-Striche auf den Rücken malen) und Donner (mit den Fäusten auf den Rücken trommeln).
  • In der Mitte von Deutschland scheint die Sonne (die Hände reiben, bis sie warm werden und dann auf den Rücken legen).
  • Am Abend wird es in ganz Deutschland windig (mit den Handflächen auf dem Rücken reiben).

Auf DeutschMusikBlog gibt es einen weiteren Eintrag zum Thema Wetter: Smalltalk-Thema Wetter