Die Wechselpräpositionen haben es in sich. Wann benutzt man den Akkusativ und wann den Dativ? Verzweifeln Sie nicht, hier kommt Hilfe!

Es gibt in der deutschen Sprache 9 Wechselpräpositionen: in, auf, vor, hinter, unter, über, neben, an, zwischen. Der Kasuswechsel ist von der lokalen Funktion abhängig:
– Auf die Frage „Wo?“ folgt der Dativ.
– Auf die Frage „Wohin?“ folgt der Akkusativ.
Wie kann man den Unterschied zwischen Statik (wo?) und Bewegung (wohin?) besser erkennen? Zum Beispiel durch eine gute Visualisierung in Verbindung mit dem lustigen Lied: „Ich gehe ans Meer.“ Diesen Song erstellte John Krueger mit KET (Kentucky Bildungsfernsehen).

Erfinden Sie zusätzliche Strophen, um den Unterschied zwischen Akkusativ und Dativ zu veranschaulichen:

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SOS-Methode: Lerner sammeln, ordnen, systematisieren und erschließen sich Regeln
Wechselpräpositionen als interaktive Grammatikanimation

Einfaches Merklied für die Wechselpräpositionen auf die Melodie von La Cucaracha:

An, auf und hinter
und über, unter,
neben, zwischen, vor und in.
Auf Frage “Wo”, da kommt der Dativ.
Akkusativ auf „Wohin“.
Cha Cha Cha!

 

Mark Twain kommentierte in seinem Buch „The awful german language“ deutsche Endlossätze:

„Von der Schwierigkeit dieser Sprache kann die nächste beste Zeitung überzeugen. Ein Normalsatz in einer deutschen Zeitung ist eine überraschende Merkwürdigkeit; er nimmt eine Viertelseite ein und enthält sämtliche Redeteile dieser Sprache, nicht in einer geregelten Ordnung, sondern durcheinander. Er besteht hauptsächlich aus zusammengesetzten Wörtern, von dem Verfasser eigens für seinen Zweck gebaut und nirgends im Wörterbuch zu finden; oft sechs bis sieben Worte an einem Stücke ohne Nähte und Einschnitte; der Satz handelt von 14 bis 15 verschiedenen Gegenständen, von denen jeder einen Zwischensatz bildet, bisweilen schließt ein Hauptzwischensatz mehrere kleinere ein und damit sie nicht auseinander fallen, werden sie zum Teil mit Klammern zusammengehalten …“

Den Reiz langer Sätze demonstrieren Vierkanttretlager mit ihrem Lied: „Am Ende denk ich immer nur an dich…“

Zum guten Sprachstil gehört es heute, kurze Sätze zu verwenden. Man kann sie besser verstehen, sprechen, lesen, schreiben und macht dadurch automatisch weniger Fehler.
Warum also Endlossätze im DaF-Unterricht? Abgesehen vom Thema Satzanalyse, ermöglichen lange Sätze viele Möglichkeiten des spielerischen und poetischen Umgangs mit Sprache.

Schreibaufgabe für Fortgeschrittene: Eigene Endlossätze erfinden

 

Ist das Gute-Laune-Lied „Liebe“ von Moop Mama nur für Fortgeschrittene geeignet?
Nicht wenn wir uns auf eine einfache Struktur beschränken: „ein und kein“

„Wenn du ein Mensch bist, hab ich Liebe für dich.
Wenn du ein Tier bist, hab ich Liebe für dich.
Wenn du ein Baum bist, hab ich Liebe für dich.
Du bist ein Wack MC? Ich habe keine Liebe für dich!“

Nach diesem Muster eine eigene Strophe schreiben:

ein und kein

 

Werkzeug: Wie wäre es mit der Visualisierung einer Strophe als Comic?

Comic-Generatoren sind Programme, mit denen man online Comicstrips auf Deutsch generieren kann. Da der Schwerpunkt im DaF-Unterricht grundsätzlich auf der sprachlichen Arbeit liegt, wird ein Generator vorgestellt, der zeitsparend attraktive Comics erstellt und so auch Lernenden Spaß macht, deren künstlerische Fähigkeiten nicht so ausgeprägt sind.
Wie kann man Comic-Generatoren im Unterricht einsetzen? Mit der Gattung Comic, können Sie bereits auf Anfängerniveau einfache Texte erstellen und so die produktive Fertigkeit „Schreiben“ trainieren. Treffende Überschriften, witzige Bilder in Verbindung mit knappen Texten ermöglichen den Zugang bereits ab A1. Außerdem lassen sich auf diese Weise viele Textsorten trainieren und visualisieren, z.B. kurze Gedichte, Lieder, einfache Rezepte, Gebrauchsanweisungen, Redewendungen, Sprichwörter, etc.

Und so funktioniert es:
1. Klicke auf der Seite http://www.makebeliefscomix.com/ auf „enter here“
2. Gib einen Titel ein (name your comix)
3. Gib den Namen des Autoren ein (author’s name)
4. Entscheide dich für eine oder mehrere Figuren pro Rahmen. Unter „choose emotion“ kann man verschiedene Versionen seiner Charaktere wählen
5. Entscheide dich für die Anzahl der Rahmen (panels), die Hintergrundfarbe (background colors), Objekte und Sprechblasen (talk balloons).
6. Sobald eine Sprechblase im oberen Rahmen erscheint, kann man sie anklicken und einen deutschen Text schreiben
7. Auf der linken Seite findet man Werkzeuge, mit denen man z.B. die Größe der Figuren verändern (scale), drehen (flip), löschen (delete) oder neu beginnen kann (start over). Dabei klickt man zuerst auf das Werkzeug, dann auf das Objekt im Rahmen.
8. Sobald der Comic fertig ist, klickst du rechts auf „next“ und gelangst auf die nächste Seite. Hier kannst du deinen Comic überarbeiten (go back and edit), drucken (print) oder per E-Mail den Link an Freunde verschicken.

Prinzessin Bert verwendet den Imperativ: „Hol mir den Ball, sofort!“
Doch Froschkönig Ernie besteht auf Höflichkeit:

Inszenierung: Lernende schreiben einen einfachen Dialog und spielen das Stück nach

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zum Thema Froschkönig: Küssen kann man nicht alleine

 

Sie möchten Aufforderungen höflicher formulieren? Machen Sie es wie die Ärzte in „ZeitDverschwÄndung“. Sie mildern den Imperativ mit den Modalpartikeln „doch“ und „mal“ ab.

Partikeln sind typisch für die deutsche Sprache und lassen sich nicht immer direkt übersetzen. Es sind Signalwörter, die die gesprochene Sprache lebendiger machen.

„Es gibt so viel zu sehen. Es gibt doch so viel zu lernen! Hast du nichts besseres zu tun, als die Ärzte zu hören? Es gibt besseres zu tun, als die Ärzte zu hören. Lies doch mal ein Buch oder zieh dein Studium durch.“

Lernende formulieren ähnliche Empfehlungen:
– Geh doch mal spazieren oder räum dein Zimmer auf!
– Koch doch mal für mich oder ruf die Oma an.

Partikeln

Für Ihren Unterricht: Spielideen zu Partikeln

Am Freitag, den 13. kann einiges schief gehen! Begleiten Sie Mark aus dem Hueber-Lehrwerk Ideen bei einem Spaziergang durch den Englischen Garten in München.

Selten gibt es Musikvideos, bei denen ein detailliertes Hörverstehen möglich ist. Der Unglücksblues ist bereits abgestimmt auf Grammatik, Wortschatz und Redemittel der Zielgruppe A1. Neben einer Wiederholung von Richtungsangaben, Körperteilen, Verkehrsmitteln und Wechsel-Präpositionen geht es um das landeskundliche Thema: „Freitag, der Dreizehnte“.

Passend dazu das Beispiel einer exemplarischen Didaktisierung für den Unterricht.

Wenigstens eine Deutschlehrerin hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die Wise Guys haben ihr ein Lied gewidmet:

Was ist guter Unterricht? Auf die Lehrkraft kommt es an! Aktuelle Studien belegen, dass der Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler weniger von den materiellen Rahmenbedingungen, der Schulform oder den Methoden abhängt. Entscheidend ist die Kompetenz und Persönlichkeit des Lehrenden. Hier finden Sie mehr zu den empirischen Studien des Schulforschers John Hattie.

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