Schlagwort: Vokale

Phonetik

Der Vokalneueinsatz

Mit „Heut kommt der Hans zu mir“ den Glottisschlag trainieren! Der Vokalneu*einsatz lässt sich mit diesem Volkslied gut üben, da beim Singen die Silben deutlich getrennt werden und man dadurch gar nicht erst in Versuchung gerät, sie zu verschleifen. Das Lied funktioniert auch als Kanon.

Heut kommt der Hans zu mir, freut sich die Lies.
Ob *er *aber *über *Ober*ammergau
oder *aber *über *Unter*ammergau
oder *ob *er *überhaupt nicht kommt, ist nicht gewiss …

Höreindruck: Warum wird Deutsch manchmal als „harte“ Sprache bezeichnet? Das liegt nicht nur an der Auslautverhärtung oder am charakteristischen Wechsel betonter und unbetonter Silben, sondern auch am Glottisschlag. Vokale werden hart eingesetzt und beim Vokalneueinsatz wird ein kleiner Knacklaut produziert, den es z.B. in romanischen oder slawischen Sprachen nicht gibt. Man kann ihn üben, indem man beim Sprechen den Luftstrom bewusst unterbricht: Wochen*ende, Schwieger*eltern, Spiegel*ei, Zu*ordnungs*übung, be*enden, er*innern, ver*ändern, über*all, ein*undzwanzig, …

Phonetikübungen ab A1: Den Vokalneueinsatz trainieren mit

Gendergerechte Sprache: Sprache verändert sich fortlaufend mit den Menschen, die sie gebrauchen. Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Im deutschen Fernsehen und Rundfunk wird seit einiger Zeit der Knacklaut gezielt eingesetzt, um zu gendern. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Sprechen Sie geschlechtsneutral mit Lücke und lassen Sie dabei das vorstehende „r“ einfache weg: Liebe Teilnehmer*innen, Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen, Forscher*innen, Übersetzer*innen, Künstler*innen, Bürger*innen …

In diesem Fall kann der Glottisschlag Phonem-Charakter annehmen. Lehrerinnen (kein Knacklaut) bedeutet „weibliche Lehrkräfte“; Lehrer*innen (mit Knacklaut) bedeutet weibliche und männliche Lehrkräfte.

Phonetik

Schuld war nur der Bossa Nova

In den 1960er Jahren hatte Manuela mit „Bossa Nova“ einen Nummer-eins-Hit. Heute lohnt es sich, Retroschlager zu singen mit der österreichischen Lady Sunshine und dem deutschen Mister Moon:

In der Fremdsprache zu singen, trainiert Artikulation, Intonation und hilft dabei, Satzstrukturen zu automatisieren. Geeignet sind Karaoke-Videos, denn es kann gehört, gelesen und gesungen werden.

Je nachdem, welche Ausspracheschwierigkeiten Ihre Lernenden mitbringen, können bestimmte Phänomene im Text markiert und gezielt trainiert werden, z.B.:

  • Diphtonge: ei (kleine), eu (heut‘), au (glaube)
  • Unterschied zwischen kurzen (in, ich) und langen Vokalen (achtzehn, führte)
  • Umlaute (nächsten, fängt an, führte, dafür, möglich, Töchterlein)
  • R-Varianten (rollend: grade, fragte, warum, große, … / stumm:  war, führte, …)
  • Ich-Laut (nächsten, ich, mich, …)  und Ach-Laut (achtzehn, doch, …)

ab Niveau A1

A-E-I-O-U, du gehörst auch mit dazu!

Ins neue Jahr starten mit Tanz und Bewegung? Falls Sie gerne mit dem TPR-Ansatz arbeiten, dann ist diese Choreographie das Richtige für Ihren Unterricht im Vorschul- und Primarbereich:

A1-Wortschatz lernen und das Lied mitsingen: Komm, lass uns tanzen!

Die Buchstaben  A, E, I, O, U und die Umlaute Ä, Ö, Ü sind Vokale. Vokale klingen alleine, sie heißen deshalb auf Deutsch „Selbstlaute“. An die Konsonanten hängen wir beim Sprechen einen Vokal an, um sie besser aussprechen zu können (be, ce, de, …). Der Begriff Konsonant wird vom Lateinischen (consonare = mitklingen) abgeleitet.

Kostenlose Übungsblätter: Vokale und Konsonanten identifizieren und differenzieren