Schlagwort: Artikulation

Grammatik

Die Konjugation von Haben

Lernen mit Musik: Sie mögen klassische Musik? Dieses Merklied zu einer Melodie aus Mozarts Zauberflöte hilft garantiert dabei, die Konjugation von Haben zu automatisieren und nebenbei noch den Hauchlaut „H“ zu üben.

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Konjugation trainieren: Wiederholen Sie weitere A1-Verben auf die Melodie, z.B. bleiben, brauchen, denken, fragen, gehen, glauben, hören, machen, kommen, kaufen, kennen, kochen, lernen, nehmen, sagen, schreiben, spielen, trinken, …

Phonetik

Lyric-Videos im Unterricht

Lyric-Videos ermöglichen einen stärkeren Fokus auf den Text, denn es werden immer genau die Textteile eingeblendet, die gerade gesungen werden. Es kann also gleichzeitig gehört, gelesen und gesungen werden. In der Fremdsprache zu singen, trainiert nicht nur Artikulation und Intonation, sondern ist nützlich, um Satzstrukturen zu automatisieren. Probieren Sie es aus mit dem Song „Einfach sein“ von Ami Warning:

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Zum Song gibt’s Arbeitsblätter für Schüler*innen und Handreichungen für Lehrkräfte.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Norwegen entstanden weitere Lyric-Videos zu Songs der Singer-Songwriterin:

Deutsch mit Musik: digital und live – mit Drive! Für Norwegische Deutschlernende gab es zahlreiche Musik-Workshops, es wurden Materialien zum Herunterladen mit Didaktisierungen zu 10 Songs von Ami Warning entwickelt und es kam zur Aufzeichnung eines Konzerts.

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Selektives Hörverstehen: Im Interview beantwortet Ami Warning Fragen norwegischer Schüler*innen.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr von Ami Warning:

Phonetik

Froh zu sein bedarf es wenig …

… und wer froh ist, ist ein König!

Obwohl in diesem beliebten Volkslied das Wort Geburtstag nicht enthalten ist, wird es gern als Ständchen an Ehrentagen gesungen, denn es ist wegen seiner einprägsamen Melodie sehr beliebt. Und so funktioniert es als Kanon:

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Lieder-Archiv: Hier gibt es Melodie, Akkorde und Text

Phonetik: Man kann auf die Melodie den Zungenbrecher „Zwanzig Zwerge machen Handstand. Zehn am Wandschrank; zehn am Sandstrand.“ singen. Auf Deutsch wird das „z“ hart ausgesprochen wie ein „ts“ und nicht wie ein weiches „s“. Besonders englischsprachige Deutschlernende haben Schwierigkeiten damit.

A2-Redeanlass: Nach Monaten des Verzichts wissen wir, dass es tatsächlich nur wenig bedarf, um froh zu sein. Lernende sammeln die kleinen Dinge, die uns froh machen.

Ein Ständchen auf Deutsch singen? Auf DeutschMusikBlog  gibt’s mehr Geburtstagslieder:

Kanon singen macht Spaß! Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr davon:

Phonetik

Ladadi Ladada

Es wird Sommer und die Inzidenz sinkt! Jetzt ein gechilltes Lied von Lotte genießen:

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s, ss, ß: Wer unbedingt noch arbeiten möchte, könnte sich unterschiedliche S-Laute im Songtext vornehmen. Bei diesen Konsonanten gibt’s nicht nur Herausforderungen bei der Schreibung, sondern auch bei der Aussprache. Lernende, die in ihren Muttersprachen nicht zwischen stimmlosen und stimmhaften S-Lauten unterscheiden, haben Schwierigkeiten damit, den Unterschied zu hören. Hier bietet es sich an, mit Minimalpaaren zur Hördifferenzierung zu arbeiten, z. B: reißen- reisen, Wissen-Wiesen, Risse-Riese, Rosse-Rose, hassen-Hase, nasse-Nase, lassen-lasen, muss-Mus, …

  • Das stimmhafte S wird summend ausgesprochen, im Song z.B. bei also, so, Sonne, seit, sich, Sommer, zusammen, sind
  • Das stimmlose S wird scharf ausgesprochen, im Song z.B. bei Fenster, liegst, weiß, machst, ist, längst, das, dass, raus, Wassereis, verpassen, bist, nichts, es, magst

Artikulation: Tipps zur Unterscheidung und Aussprache der unterschiedlichen S-Laute

Orthografie: Rechtschreibregeln zur Schreibung von s, ss, ß

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zu Lotte: Wenn Liebe kommt

Phonetik

Lange und kurze Vokale

Jonny & Jakob überzeugen stimmlich mit ihrer Akustikversion eines Kayef-Songs. Die beiden lernten sich mit sechs Jahren in einem Bonner Kinderchor kennen und machen seitdem gemeinsam Musik:

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Im Songtitel „Ich würd‘ lügen“ stolpert man bereits über zwei unterschiedliche Ü‘s. Das erste Ü wird kurz, das zweite Ü lang gesprochen. Warum eigentlich? Wenn in der eigenen Muttersprache nicht zwischen langen und kurzen Vokalen unterschieden wird, ist es gut möglich, dass der Unterschied beim Erlernen der deutschen Sprache nicht gehört- und darum auch nicht richtig ausgesprochen wird. Der muttersprachliche Filter versperrt dann den Weg ins Ohr. Lernende, die den Unterschied nicht hören, sind dankbar für Regeln, die ihnen zur Unterscheidung dienen.

B1-Textarbeit: Ob ein Vokal lang oder kurz gesprochen werden muss, kann man meistens an der Schreibung erkennen. Lernenden markieren im Text lange Vokale durch einen Unterstrich, kurze Vokale durch einen Punkt. Den markierten Wörtern sollen dann Regeln zugeordnet werden. Anschließend wird der Song mehrmals gehört und bewusst auf die Vokallänge geachtet.

Ein Vokal wird kurz ausgesprochen

  • wenn er vor zwei Konsonanten steht (ich, würd, nichts, ist, sind, und, Schatz, Hand)

Ein Vokal wird lang ausgesprochen

  • bei einem Doppelvokal (Paar)
  • bei Diphthongen: ei (vielleicht, seitdem, bei, eine, nein, keine), au (auf, auch), eu (Freunde, Leute)
  • beim langen -ie (vielleicht, Liebe, nie, irgendwie, passiert)
  • wenn ein „Dehnungs-H“ nach dem Vokal steht (Zahnbürste, mehr, Ahnung, Gefühl)
  • wenn nur ein Konsonant nach dem Vokal steht (lügen, sagen, gar, aber, mir, wir, oder, den, Plan)
  • wenn die betonte Silbe offen ist und kein Buchstabe folgt (da, du, so, ja)

Phonetik-Selbstlernkurs Simsalabim: Gezieltes Hörtraining zur Unterscheidung der Vokallänge

A2: Selektives Hörverstehen trainieren mit einem Interview. Jonny & Jakob erzählen, wie sie sich kennengelernt haben. Und hier gibt’s die Transkription des Interviews:

Phonetik

Der Vokalneueinsatz

Mit „Heut kommt der Hans zu mir“ den Glottisschlag trainieren! Der Vokalneu*einsatz lässt sich mit diesem Volkslied gut üben, da beim Singen die Silben deutlich getrennt werden und man dadurch gar nicht erst in Versuchung gerät, sie zu verschleifen. Das Lied funktioniert auch als Kanon.

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Heut kommt der Hans zu mir, freut sich die Lies.
Ob *er *aber *über *Ober*ammergau
oder *aber *über *Unter*ammergau
oder *ob *er *überhaupt nicht kommt, ist nicht gewiss …

Höreindruck: Warum wird Deutsch manchmal als „harte“ Sprache bezeichnet? Das liegt nicht nur an der Auslautverhärtung oder am charakteristischen Wechsel betonter und unbetonter Silben, sondern auch am Glottisschlag. Vokale werden hart eingesetzt und beim Vokalneueinsatz wird ein kleiner Knacklaut produziert, den es z.B. in romanischen oder slawischen Sprachen nicht gibt. Man kann ihn üben, indem man beim Sprechen den Luftstrom bewusst unterbricht: Wochen*ende, Schwieger*eltern, Spiegel*ei, Zu*ordnungs*übung, be*enden, er*innern, ver*ändern, über*all, ein*undzwanzig, …

Phonetikübungen ab A1: Den Vokalneueinsatz trainieren mit

Gendergerechte Sprache: Sprache verändert sich fortlaufend mit den Menschen, die sie gebrauchen. Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Im deutschen Fernsehen und Rundfunk wird seit einiger Zeit der Knacklaut gezielt eingesetzt, um zu gendern. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Sprechen Sie geschlechtsneutral mit Lücke und lassen Sie dabei das vorstehende „r“ einfache weg: Liebe Teilnehmer*innen, Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen, Forscher*innen, Übersetzer*innen, Künstler*innen, Bürger*innen …

In diesem Fall kann der Glottisschlag Phonem-Charakter annehmen. Lehrerinnen (kein Knacklaut) bedeutet „weibliche Lehrkräfte“; Lehrer*innen (mit Knacklaut) spricht alle Lehrkräfte an.

Hintergrund: Genderinklusive Sprache im DaF-Unterricht

Phonetik

Kurz vor Mitternacht

Schlagerstar Vanessa und Rapper Forty sorgen für einen tanzbaren Ohrwurm:

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Phonetik ab A1: Die Ich- und Ach-Laute üben mit Vanessa! Wann spricht man -ch als Ich-Laut und wann als Ach-Laut? Falls Ihre Lernenden beim Sprechen nicht differenzieren, hier ein Trick zur Unterscheidung:

  • Beim Ich-Laut vibriert der Kehlkopf nicht. Die Zunge ist hinter den unteren Vorderzähnen und der Gesichtsausdruck zeigt ein leichtes Lächeln.
  • Der Ach-Laut wird im Kehlkopf gebildet. Wenn man beim Sprechen die Hand auf die Kehle legt, kann man eine Vibration spüren.

Wenn Sie möchten, dass Lernende selbst Informationen finden, die ihnen helfen, phonetische Phänomene zu verstehen und Regeln zu formulieren, könnten Sie mit der SOS-Methode arbeiten:

  • Schritt 1: Lernende sammeln im Text Wörter mit -ch
  • Schritt 2: Lernende ordnen die Wörter nach ich-Laut und -ach-Laut
  • Schritt 3: Lernende formulieren eine Regel (Im Song hört man den Ich-Laut nach dem Vokal i und wenn es eine Verkleinerung mit -chen gibt; den Ach-Laut nach dem Vokal a und o).
Ich-LautAch-Laut
endlich, sich, ich, mich, nichts, StückchenMitternacht, Dach, noch, Nacht  

Regel erweitern? Nach e, i, ä, ö, ü, ei, eu und bei Verkleinerungsform -chen spricht man -ich. Nach a, o, u, au spricht man -ach

Phonetik

Liebe Grüße

Handgemachter Punkrock von den Screenshots zum Mitgröhlen ab A1:

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A1-Hörverstehen: Lernende bekommen eine Liste mit „Liebe Grüße an …“ und kreuzen an, was sie beim Hören wiedererkennen.

A1-Schreiben: Lernende schreiben eine eigene Liste mit „Liebe Grüße an …“ fünf bis acht Personen (z. B. Familienmitglieder: Liebe Grüße an meine Oma, meinen Schwiegervater, meinen Cousin, meine Eltern, …)

A1- Phonetik: Das Schreidiktat

Nicht nur Flüstern, auch Schreien verbessert die Deutlichkeit der Aussprache. Sie kennen vielleicht das Schreidiktat, bei dem sich mehrere Teams gegenüberstehen und sich gegenseitig über eine Distanz von mindestens 5 Metern Informationen zurufen, die notiert werden müssen, z. B. Adressen, Telefonnummern oder Einkaufslisten. Dadurch, dass alle gleichzeitig rufen, muss man sehr deutlich artikulieren, um verstanden zu werden. Passend zu „Liebe Grüße“ von den Screenshots stehen sich Partner gegenüber und diktieren sich laut ihre Listen von Grüßen an 5-8 Personen. Anschließend werden die schriftlichen Ergebnisse verglichen und korrigiert. Das Schreidiktat (auch Lärmdiktat genannt) lässt sich gut draußen oder in einer Turnhalle durchführen.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s noch einen A1-Song von den Screenshots: „Fußball ist cool!“

ab Niveau A1

Satzzeichen sind wie Straßenschilder …

… sie zeigen den richtigen Weg durch einen Text.

DaZ-Lehrkräfte, die in der Alphabetisierung oder mit lernungewohnten Lernenden arbeiten, wissen, wie schwer es ist, Interpunktion  verständlich zu vermitteln. Doch es lohnt sich, dieses Thema im Unterricht ausführlich zu behandeln, denn Satzzeichen verdeutlichen die logische und grammatische Struktur von Texten. Außerdem beinhalten sie Informationen zur Intonation.

A1-Wortschatz-Memory: Zuordnungsübung

Das Satzzeichendiktat:

  1. 1. An der linken Tafelseite werden Satzzeichen auf Deutsch gesammelt und mit Geräuschen und Gesten verknüpft, z.B:
  • Komma: klatschen
  • Punkt: stampfen
  • Doppelpunkt: zweimal klopfen
  • Anführungszeichen: unten links schnipsen („), oben rechts schnipsen (“)
  • Fragezeichen: fragende Geste
  • Ausrufezeichen: Körper lang strecken und hoch hüpfen

2. An der rechten Tafelseite steht ein kurzer Text ohne Satzzeichen. Die Lehrkraft liest den Text langsam vor, während die die Lernenden darauf achten, wann die Lehrkraft eine Pause macht, ob die Stimme hoch oder runter geht oder auf gleicher Höhe bleibt. Anschließend werden gemeinsam Satzzeichen eingefügt. Beispiel:

  • Vater zum Sohn: „Du bekommst von mir immer fünf Euro, wenn du eine Eins schreibst.“
  • Sohn zum Vater: „Können wir nicht klein anfangen? Gib mir einfach für jede Fünf einen Euro!“
  1. 3. Die Lehrkraft liest den Text erneut langsam vor und die Lernenden begleiten ihn mit den vorab vereinbarten Geräuschen und Gesten:
  • Vater zum Sohn (zweimal klopfen) (unten schnipsen) Du bekommst von mir immer 5 Euro (klatschen) wenn du eine Eins schreibst (stampfen, oben schnipsen)
  • Sohn zum Vater (zweimal klopfen) (unten schnipsen) Können wir nicht klein anfangen (fragende Geste) Gib mir einfach für jede Fünf einen Euro (Körper lang strecken und hüpfen, oben schnipsen)
  1. 4. Der Text wird inkl. Satzzeichen abgeschrieben. In Zukunft kann immer wieder auf die vereinbarten Geräusche und Gesten zurückgegriffen werden, um auf Interpunktions-Fehler aufmerksam zu machen.

Ein weiteres Beispiel zum Ausprobieren?

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Phonetik

Wau-wau, Miau, Kikeriki!

Mehr Spaß im DaF-Unterricht? Wie wäre es mit einem Tierchor?

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Lautes Sprechen trainiert die Artikulation! Vielen Dank an Valentin Jandt und Friedemann Schwenzer, Sprachassistenten des Goethe-Instituts der Ukraine, die in Krementschuk mit Kindern vom Zentrum der deutschen Kultur einen lustigen Tierchor improvisiert haben.

A1-Inszenierung: Lernende sammeln für ihr Lautgedicht Tierlaute auf Deutsch. Dann braucht man noch einen Dirigenten und möglichst viele Musiker, die Tierrollen übernehmen. Der Dirigent koordiniert die Musiker, d.h. er

  • gibt den Einsatz, wann welche Tiergruppe dran ist
  • macht Handzeichen für Dynamik (Lautstärke) und Tempo (Geschwindigkeit)
  • setzt Mimik und Gestik ein, um eine bestimmte Stimmung zu vermitteln (Gefühlsausdruck)

Lautgedichte sind Gedichte, die erst durch lautes Sprechen zu ihrer Wirkung kommen und sich gerade dadurch zum Training von Artikulation und Intonation eignen. Hier finden Sie ein tierisches Lautgedicht zum Nachsprechen von Ernst Jandl: Auf dem Lande

Auf DeutschMusikBlog gibt es