Schlagwort: Primarbereich

Fertigkeit Lesen

Arche Noah

Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, dass die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften weltweit erneut zurückgegangen sind. Dafür gibt es verschiedene Ursachen, zu denen unter anderem auch das veränderte Medien- und Leseverhalten beiträgt.

Besonders für Deutschland wird deutlich, wie wichtig die Förderung sprachlicher Kompetenzen für den Bildungserfolg ist. Deutsch als Bildungssprache bildet die Grundlage für das Lernen in allen Fächern. Denn nur wer Aufgabenstellungen, Texte und Fachbegriffe versteht, kann sich erfolgreich mit den jeweiligen Lerninhalten auseinandersetzen.

Daher ist sprachsensibler Unterricht nicht allein Aufgabe des Deutschunterrichts, sondern sollte in allen Fächern stattfinden. Im Mathematikunterricht lässt sich dies anhand von Textaufgaben umsetzen, während in HSU das Textverständnis durch gezielte Verständnisfragen gefördert werden kann. Auch im Religionsunterricht bieten sich Möglichkeiten zur Sprachförderung, wie das folgende Lied zeigt:

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Durch das Finden passender Reimwörter und das Ergänzen von Textlücken können Kinder spielerisch ihre sprachlichen Kompetenzen erweitern.

Reimwörter markieren

  • Die Arche Noah war schon längst gebaut.
  • Und viele Tiere waren schon verstaut.
  • Da ging Noah auf das Schiff und schaute noch mal nach.
  • Dann kam er wieder raus und sprach:

Leseverstehen und Schreiben: Signalwörter im Video lesen und in den Lückentext schreiben.

  • „Es fehlen noch zwei __________. Und ich seh noch ________!
  • Wo sind denn bloß die ___________? Und die beiden frechen __________?
  • Wer sagt mir, wo Kuh und Rind und die beiden ___________ sind?
  • Ich sehe hier noch keine ________. Von den _______ fehlen auch noch welche!“

Fortsetzung gewünscht? Hier geht’s zum zweiten Teil des Songs.

Wortschatz / Redewendungen

Boing Balla Bumm

Ganz schön Balla Balla! Bei der TiRiLi-Kinderdisko drehen nicht nur Kinder durch – auch die Bälle haben eindeutig zu viel Energie! Sie hüpfen, flitzen und sausen immer schneller durch die Gegend. Dazu gibt’s den perfekten Soundtrack zum Austoben. Also: Schuhe an, Beine los und nichts wie lostoben! Und alle gemeinsam: „Boing, Boing – Balla Balla – Bumm, Bumm!“

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Themen für den Deutschunterricht mit Kindern:

  • einfache A1-Verben: schauen, spielen, singen, tanzen
  • zusammengesetzte Wörter, mit denen man das Prinzip der Wortbildung veranschaulichen kann

Wörter bauen? Kein Problem! Im Deutschen kann man einfach zwei Wörter zusammensetzen – und schon entsteht ein neues Wort. Ein Wortteil gibt die Grundidee vor (-ball) und der andere beschreibt genauer, welche Art von Ball gemeint ist (z.B. ein Hüpfball). Lerntipps:

  • Das Grundwort steht immer hinten und gibt den Artikel vor: das Wasser + der Ball = der Wasserball; die Hand + der Ball = der Handball
  • Das Bestimmungswort wird immer betont: Wasserball, Tennisball, Basketball, …

Wortschatz / Redewendungen

Gegenteil-Lied

Für Kinder, die Deutsch lernen, sind Adjektive besonders interessant und wichtig, weil man mit ihnen Dinge genauer beschreiben kann und sie die Sprache lebendiger machen.

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Spielidee: Ein Kind nennt ein Adjektiv und die anderen Kinder rufen im Chor das Gegenteil. Durch Bewegung werden Adjektive außerdem sichtbar und leichter verständlich.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zum Thema Adjektive für Kinder:

Phonetik

Perfekt mit haben oder sein?

„Hänschen klein“ ist ein bekanntes und beliebtes deutsches Kinderlied. Die einfache Melodie eignet sich gut für den DaF-Unterricht:

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A1-Phonetik: Das Lied mitsingen und deutlich syllabieren. Kinder, die bereits die Schriftsprache erworben haben, nutzen das Lyric-Video um gleichzeitig zu hören, zu lesen und mitzusingen.

A1-Sehverstehen: Was macht Hänschen? Verben sammeln.

  • Hänschen packt seinen Rucksack und geht in die weite Welt hinein.
  • Die Mutter weint. Sie winkt Hänschen und wünscht ihm Glück.
  • Hänschen wandert. Später läuft er wieder nach Hause.
  • Die Mutter kommt, schaut ihn an und ruft: „Grüß dich!“

A2-Grammatik: Lernende erzählen im Perfekt, was passiert ist. Dazu benötigen sie das Partizip II und haben oder sein.

Variation: Neue Strophen auf eine bekannten Melodie zu erfinden ist hilfreich, weil die Lernenden sich dann auf den Text statt auf die Melodie konzentrieren können. Der Rhythmus, die Wiederholung und die Kombination mit Bewegung erleichtern das Memorieren von Wörtern und Strukturen.

Strophe 1: Perfekt mit sein. Die Person hat sich bewegt und die Position verändert.

  • Ich bin gegangen, 
  • ich bin gefahren, 
  • ich bin geflogen weit, weit fort.
  • Ich bin gesprungen, 
  • ich bin gerannt, 
  • ich bin zurückgekehrt sofort!

Strophe 2: Perfekt mit haben. Es geht nicht um die Bewegung, sondern um eine Tätigkeit am selben Ort.

  • Ich habe gelacht, 
  • ich habe gespielt, 
  • ich habe gemalt und auch viel erzählt. 
  • Ich habe gesungen, 
  • ich habe getanzt, 
  • ich habe so viele Sachen gemacht!

Bewegungsspiel: Eine Person nennt die Partizip II-Form eines Verbs. Wenn es ein Bewegungsverb ist, stehen die Schüler*innen auf (→ sein). Wenn es ein Tun-Verb ist, bleiben die Schüler*innen sitzen (→ haben).

Beispiel:

  • Lehrer*in: „gegangen!“ Kinder stehen auf → „sein!“
  • Lehrer*in: „gespielt!“ Kinder bleiben sitzen → „haben!“

Literatur

Geister in der Nacht

Die Nächte werden länger, die Luft kühler – und plötzlich spukt es wieder überall. Im Oktober macht das Gruseln wieder Spaß. Also: Leintuch schnappen und mitgeistern! Die netten Geister von TiRiLi sind zum Glück ganz freundlich …

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Der narrative Ansatz im DaF-Unterricht: Geister auf die Bühne bringen, z.B. auf der Erzählschiene hin- und herschieben und dazu geheimnisvolle Geschichten erzählen, gespenstische Lieder singen oder schaurige Gedichte vortragen.

  • Kleines Gespenst fliegt durch die Nacht,
    hat oft schon leise „Buh!“ gemacht.
    Es meint das gar nicht böse, nein –
    es will nur nicht allein sein!

Oder mit selbstgebastelten Stabfiguren geistern gehen: Geister werden gemalt, ausgeschnitten und auf Holzstäbe oder Papierstreifen geklebt. Eine Taschenlampe dazu – und schon kann draußen in der Dunkelheit gespenstisch herumgegeistert werden!

ab Niveau A1

Ich bin wichtig

Ante Schomaker verkündet in ihrem Mitmach-Lied, dass jeder wichtig und richtig ist:

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Ritual für den Stuhlkreis: Das Lied gemeinsam zu singen und mit Körpersprache zu begleiten, bringt gute Gedanken zum Start in den Tag. Wer mag, kann auch die Gitarrengriffe zur Begleitung einstudieren.

Mut machen auf Deutsch: Affirmationen tragen dazu bei, das Selbstwertgefühl von Kindern zu fördern. Damit sind stärkende Aussagen gemeint, die Kindern helfen, ihre Gedanken und Gefühle in eine positive Richtung zu lenken. Im Unterricht „Mut-mach-Sätze“ auf Deutsch sammeln, die Kindern helfen, an sich selbst zu glauben, z.B.:

  • Ich bin stark. Ich bin schlau.
  • Ich schaff das. Ich kann das.
  • Ich bin wichtig. Ich bin richtig.
  • Ich bin schön. Ich liebe mich.
  • Ich bin wild. Ich bin mutig.
  • Ich kann so viel.
  • Ich kann alles, wenn ich will.
  • Ich bin frei. Ich bin nicht allein.
  • So wie ich bin, bin ich richtig.

Inklusion:

Fertigkeit Sehverstehen

Wo ist denn mein Papa?

Endlich ist sie da, die heißersehnte Fortsetzung von „Wo ist meine Mama?“. Diesmal hat das Küken seinen Papa verloren!

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Sehverstehen: In der Gruppe Tierkarten basteln und beim Sehen in die richtige Reihenfolge bringen (der Hund, der Hahn, die Ameise, der Dinosaurier, der Fuchs, die Amöbe, der Esel, der Enterich).

Automatisierung ab A1: Liedtexte, in denen formelhafte Wendungen ständig wiederholt und leicht variiert werden, festigen Chunks und grammatische Strukturen. Das einmal erworbene Muster „Wo ist denn mein …“ wird variiert (mein Bruder, Turnschuh, Ball).

Phonetik

Fischers Fritz

Zungenbrecher bereiten Kindern viel Freude und tragen zudem zur Verbesserung der Sprachkompetenz bei. Der wohl bekannteste deutsche Zungenbrecher ist „Fischers Fritz“.

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Zungenbrecher klingen erstmal gefährlich, und tatsächlich sind sie oft schwer auszusprechen. Doch gerade das sorgt für Lacher, denn die Herausforderung liegt nicht nur in der Aussprache, sondern auch in den oft absurden und wenig alltagsbezogenen Inhalten. Unser Gehirn kann sich kurze, humorvolle Sätze gut einprägen. Durch den gezielten Einsatz von Zungenbrechern lassen sich Laute und Lautkombinationen üben, die in den Muttersprachen unserer Lernenden vielleicht nicht vorkommen. Durch wiederholtes Üben lernen sie, feine Unterschiede besser wahrzunehmen und präziser zu sprechen. Ein hilfreicher Tipp: Statt schnell sollte man rhythmisch sprechen, um mehr Erfolgserlebnisse zu erzielen.

– Zungenbrecher im DaF- und DaZ-Unterricht: Handreichungen für Lehrkräfte

– Zungenbrecher weltweit: Zungenbrecher aus den Herkunftssprachen der Lernenden einzubeziehen, trägt bei zur Wertschätzung weiterer Sprachen. Miniprojekt: Auf einem Etherpad einen Zungenbrecher aus der Muttersprache beisteuern.

– Zungenbrecher für Kinder: Konsonantenhäufungen sind auch für Muttersprachler nicht einfach.

Fertigkeit Sehverstehen

Tuuut-tuuut

Auf der Straße fährt ein Auto und dort sitzt ein Passagier. Wer fährt denn im roten Auto? Wenn Du’s weißt dann sag es mir. Tuut – Tuut! 1-2-3! Guck ins Auto rein! Wer könnte das sein? Ein Hund!

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Memory: Farb- und Tierkarten erstellen, die die Kinder beim Hören und Sehen des Musikvideos zusammenordnen können. Lösung:

  • rot – der Hund
  • gelb – die Katze
  • weiß – der Waschbär
  • schwarz – das Nilpferd
  • blau – der Krebs
  • orange – die Giraffe
  • grün – der Hase
  • lila – der Affe
  • braun – der Löwe
  • rosa – das Ferkel

Mitsingen: Bei jeder Strophe die passende Farbkarte und die entsprechende Tierkarte hochheben. So fällt es leichter, den Text zu memorieren.

Rätsel nach Muster des Songs bilden:

  • A: Auf der Straße fährt ein Auto und dort sitzt ein Passagier. Wer fährt denn im roten / gelben / grünen/ … Auto? Wenn Du’s weißt dann sag es mir. Tuut-tuut, eins, zwei, drei. Guck ins Auto rein. Wer ist das? / Wer könnte das sein? / Wer fährt da? …
  • B: Ein Hund/ eine Katze/ …

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zu Tieren: Das Tier-ABC

Phonetik

Stampf und Klatsch

Menschen haben eine angeborene Grundfertigkeit: Wir sind in der Lage, uns zu synchronisieren! Wenn jemand einen Takt klopft, können wir einstimmen. Wenn der Takt schneller oder langsamer wird, können wir uns anpassen. Im Video wird gezeigt, wie es funktioniert: Eine Person gibt einen Rhythmus vor, die Gruppe antwortet im Takt.

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Thema Klassenführung: Wer gemeinsam Musik macht, muss kooperieren. Das funktioniert auch ohne Sprache. Sich aufeinander einzustimmen baut Stress ab und verhindert Streit. Wenn Sie Unruhe oder Unstimmigkeiten im Klassenzimmer verspüren, können Rhythmusaktivitäten dazu beitragen, die Gruppe wieder in Einklang zu bringen.

Für Rhythmus sensibilisieren: In der Bewegungserziehung beschreibt die Rhythmusfähigkeit die Fähigkeit, Bewegungen in einem gleichmäßigen Tempo auszuführen. Das beinhaltet auch die Fähigkeit, sich an einen äußeren Takt anzupassen und sich mit der Gruppe oder einem Partner abzustimmen. Können Ihre Lernenden einen vorgegebenen Takt erfassen und motorisch umsetzen? Geben Sie einen Rhythmus in einer Reihe weiter. Die folgenden Personen sollen versuchen, den Takt zu halten.

  • o-O (kurz, lang)
  • O-o-o (lang, kurz, kurz)
  • o-O-o (kurz, lang, kurz)

A1-Phonetik: Lernwörter raten lassen. Die Lehrkraft gibt zuerst ein paar Wörter vor, die in der letzten Lektion vermittelt wurden. Anschließend klatscht sie nur den Rhythmus und Lernende raten, um welches Wort es sich handelt, z.B. o-O (Au-gust), O-o-o (Ja-nu-ar), o-O-o (De-zem-ber).

Intonation und Rhythmus: Da Deutsch eine extrem rhythmische Sprache ist, lohnt es sich, das Training der Intonation mit Rhythmusaktivitäten zu verbinden. Insbesondere in der Arbeit mit Anfängern bringt es viel, nicht nur das Schriftbild, sondern auch das Lautbild zu vermitteln. Testen Sie es aus, indem Sie neue Wörter oder kurze Sätze chorisch nachsprechen lassen und dabei den Akzent betonen durch Klatschen, Stampfen oder Schnipsen. Anschließend kann eine weitere Person ein Wort oder einen Satz vorsprechen und an die Gruppe weitergeben. Wichtig dabei ist, dass die phonetische Übung mit einer rhythmischen Aktivität verbunden wird und der Körper sich dadurch ein Betonungsmuster „einverleiben“ kann. Dadurch können unterschiedliche Betonungsregeln automatisiert werden.

  • Wortakzent: Trennbare Verben werden auf der ersten Silbe betont (ein-kaufen, an-ziehen, aus-machen); bei untrennbaren Verben wird der zweite Teil betont (be-stellen, ver-kaufen, ge-fallen)
  • Satzakzent:  W-Fragen (Wo bist du? Wie heißt du? Wie alt bist du?)  und Satzfragen (Hast du Zeit? Bist du müde? Kommst du mit?) werden unterschiedlich betont.