Schlagwort: Aussprache

Phonetik

Schuld war nur der Bossa Nova

In den 1960er Jahren hatte Manuela mit „Bossa Nova“ einen Nummer-eins-Hit. Heute lohnt es sich, Retroschlager zu singen mit der österreichischen Lady Sunshine und dem deutschen Mister Moon:

In der Fremdsprache zu singen, trainiert Artikulation, Intonation und hilft dabei, Satzstrukturen zu automatisieren. Geeignet sind Karaoke-Videos, denn es kann gehört, gelesen und gesungen werden.

Je nachdem, welche Ausspracheschwierigkeiten Ihre Lernenden mitbringen, können bestimmte Phänomene im Text markiert und gezielt trainiert werden, z.B.:

  • Diphtonge: ei (kleine), eu (heut‘), au (glaube)
  • Unterschied zwischen kurzen (in, ich) und langen Vokalen (achtzehn, führte)
  • Umlaute (nächsten, fängt an, führte, dafür, möglich, Töchterlein)
  • R-Varianten (rollend: grade, fragte, warum, große, … / stumm:  war, führte, …)
  • Ich-Laut (nächsten, ich, mich, …)  und Ach-Laut (achtzehn, doch, …)

Phonetik

Liebe Grüße

Handgemachter Punkrock von den Screenshots zum Mitgröhlen ab A1:

A1-Hörverstehen: Lernende bekommen eine Liste mit „Liebe Grüße an …“ und kreuzen an, was sie beim Hören wiedererkennen.

A1-Schreiben: Lernende schreiben eine eigene Liste mit „Liebe Grüße an …“ fünf bis acht Personen (z. B. Familienmitglieder: Liebe Grüße an meine Oma, meinen Schwiegervater, meinen Cousin, meine Eltern, …)

A1- Phonetik: Das Schreidiktat

Nicht nur Flüstern, auch Schreien verbessert die Deutlichkeit der Aussprache. Sie kennen vielleicht das Schreidiktat, bei dem sich mehrere Teams gegenüberstehen und sich gegenseitig über eine Distanz von mindestens 5 Metern Informationen zurufen, die notiert werden müssen, z. B. Adressen, Telefonnummern oder Einkaufslisten. Dadurch, dass alle gleichzeitig rufen, muss man sehr deutlich artikulieren, um verstanden zu werden. Passend zu „Liebe Grüße“ von den Screenshots stehen sich Partner gegenüber und diktieren sich laut ihre Listen von Grüßen an 5-8 Personen. Anschließend werden die schriftlichen Ergebnisse verglichen und korrigiert. Das Schreidiktat (auch Lärmdiktat genannt) lässt sich gut draußen oder in einer Turnhalle durchführen.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s noch einen A1-Song von den Screenshots: „Fußball ist cool!“