Schlagwort: Bewegungsspiel

Fertigkeit Hören

Geräusch-Konzert: Tropisches Gewitter

Ihre Schülerinnen und Schüler können sich nicht mehr konzentrieren? Zeit für einen kurzen Energieaufbau, der gleichzeitig als Hörverstehen dient.

Aktivierungsübungen
– bringen Sauerstoff ins Hirn und den Kreislauf in Gang
– lockern die Stimmung auf und sind gut für den Gruppenzusammenhalt
– fokussieren die Aufmerksamkeit und fördern die Konzentration

Das tropische Gewitter kann man in jeder Niveau- und Altersstufe einsetzen. Hier ein schönes Beispiel aus dem Unterricht einer ukrainischen Grundschulklasse, mit freundlicher Erlaubnis meiner Kolleginnen Nadiia Demenska und Viktoriia Vostrikova aus Cherson. Vielen Dank!

Geräuschdiktat: Alle Lernenden stehen im Kreis, achten auf die Ansagen der Lehrkraft und begleiten diese mit Geräuschen. Später können die Ansagen auch von Lernenden übernommen werden.

Tropengewitter

  • Die Ruhe vor dem Sturm: konzentrierte Ruhe
  • Dann hören wir das erste Rauschen der Blätter im Wind: Fingerspitzen aneinander reiben
  • Es weht ein Wind: Oberarme über Kreuz reiben
  • Dann fallen die ersten schweren Regentropfen: schnipsen mit den Fingern einer Hand
  • Die Tropfen fallen häufiger: schnipsen mit den Fingern beider Hände
  • Dann beginnt es stark zu regnen: Oberarme über Kreuz schlagen
  • Der Regen prasselt vom Himmel: auf Oberschenkel trommeln
  • Das Gewitter ist direkt über uns: kräftig auf Oberschenkel trommeln und mit Füßen stampfen

Nach dem Höhepunkt des Gewitters baut die Lehrkraft das Gewitter in umgekehrter Reihenfolge wieder ab, bis die Sonne herauskommt. (Angelehnt an Unterlagen zur ganzheitlichen Trainerausbildung von Zamyat M. Klein und Anne Gombert)

Wetterbericht in Form einer Wettermassage: Alle stehen im Kreis und legen die Hände auf den Rücken des Vordermanns/ der Vorderfrau. Ein Sprecher verkündet langsam den Wetterbericht, der von den Teilnehmenden Schritt für Schritt umgesetzt wird. Beispiel:

  • Im Süden von Deutschland gibt es leichten Regen (zart mit den Fingern auf den Rücken klopfen).
  • Im Norden gibt es starken Regen (fester mit den Fingern klopfen).
  • Im Westen hagelt es (mit den Fingern auf den Rücken trommeln).
  • Im Osten gibt es Blitze (Zickzack-Striche auf den Rücken malen) und Donner (mit den Fäusten auf den Rücken trommeln).
  • In der Mitte von Deutschland scheint die Sonne (die Hände reiben, bis sie warm werden und dann auf den Rücken legen).
  • Am Abend wird es in ganz Deutschland windig (mit den Handflächen auf dem Rücken reiben).

Auf DeutschMusikBlog gibt es einen weiteren Eintrag zum Thema Wetter: Smalltalk-Thema Wetter

Themen

Üüüüüübung macht den Meister!

Warum fällt es vielen Lernenden so schwer, den Umlaut „Ü“ richtig zu artikulieren? Klangbilder werden während der kindlichen Sprachentwicklung erworben und sind prägend. Beim Fremdsprachenlernen können sie den Zugang zu fremdsprachigen Hörmustern versperren und wirken wie ein Filter: Nur gewohnte muttersprachliche Klänge werden durchgelassen. Lernende, die den Laut „Ü“ [y:] nicht aus dem Inventar der Muttersprache kennen, haben Schwierigkeiten damit, ihn richtig zu identifizieren und zu artikulieren. Nützlich sind kontrollierbare Höraufgaben, die zur Unterscheidung zwischen den Minimalpaaren U und Ü zwingen, z.B. Ankreuz- oder Zuordnungsübungen, möglich sind auch Bewegungsspiele.

A1-Diktat: Hüpfdiktat zur Kontrastierung
– Mit beiden Beinen einen Schritt nach vorn hüpfen: Lernender identifiziert U
– Mit beiden Beinen einen Schritt zurück hüpfen: Lernender identifiziert Ü
Lehrkraft diktiert z.B. Mutter, Mütter, Hüte, Hut, Hütte, Bruder, Brüder, drücken, drucken, … und merkt am Hüpf-Ergebnis sofort, ob ein Lernender den Unterschied hört.

So wird das Ü gebildet:

Aussprachetipp: Das „Ü“ lässt sich gut entwickeln, wenn man es eng zwischen I und U stellt und dann aus dem I heraus in Richtung U zieht: si si sü süß, ki ki kü küssen, gli gli glü glücklich

Probieren Sie es aus mit 5-10 Wörtern, die Sie im Video gesammelt haben:
wi wi wü wünschen, Ti Ti Tü Tür, fi fi fü fünf

Laut einen Witz  vorlesen (ab A2): Ein Breitmaulfrosch geht zum Arzt und fragt: „Lieber Aaaarzt, wie kann ich mein Maaul kleiner maachen?“ Der Arzt antwortet: „Sie müssen eine Woche lang jeden Tag mehrmals das Wort Konfitüre sagen.“ Nach einer Woche kommt der Breitmaulfrosch traurig zum Arzt zurück. Sein Maul ist noch größer geworden. Der Arzt fragt: „Aber Herr Frosch, was haben Sie denn gemacht?“ „Wie Sie es mir gesagt haben, Herr Doktor! Ich habe täglich mehrmals Maaaarmelade gesagt!“

Festigung durch Variation (ab A2): Eine eigene Variante schreiben und erzählen. Statt ‚Konfitüre‘ und ‚Marmelade‘ werden jetzt die Begriffe ‚Gemüse‘ und ‚Salat‘ verwendet.

Zusätzliche Ü-Übungen:

P.S.: Mein Lieblingswort mit Ü ist übrigens Frühstücksbüffet. Mein Lieblingssatz mit Ü: „Eine Kuh macht Muh! Viele Kühe machen Mühe …“ Weiterlesen

ab Niveau A1

Hänsel und Gretel

Musik mit Schülern und Schülerinnen inszenieren? Das funktioniert besonders gut mit Liedern, die eine Geschichte erzählen, z.B. Märchenliedern wie „Hänsel und Gretel“.

Narrativer Ansatz: „Lehren und Lernen über Geschichten“ lässt sich besonders gut mit den unterschiedlichen Ausdrucksformen des Figuren- und Erzähltheaters umsetzen.

Die Hauptfiguren geeigneter Geschichten können von Kindern als Schattentheater umgesetzt oder als Stabfiguren gebastelt werden und den Erzählvorgang begleiten. Vielen Dank an die Kolleginnen eines Erzählworkshops in Almaty, die die einzelnen Strophen mit Stabfiguren begleitet haben!

Hänsel und Gretel: Text, Noten, Gitarrengriffe und Bewegungsspiel

Wortschatz / Redewendungen

Das kleine Küken piept

Der Hund bellt, die Katze miaut, der Vogel zwitschert und der Hahn kräht. Aber wieso kräht ein deutscher Hahn „Kikeriki“, ein französischer „Cocorico“ und ein englischer „Cockadoodledoo”? Ein schönes Unterrichtsthema nicht nur für Primar: Tierlaute.

Sprachvergleich: Tierlaute werden in jeder Sprache anders ausgedrückt.

Memory basteln: Tieren Tierlaute zuordnen, um ein detailliertes Verstehen des Songs zu ermöglichen

K3K2K4

A1: Mittanzen! Das Tanztutorial macht’s möglich

B2:
Lesetext zum Thema Lautmalerei

A2-Witz: Familie Maus macht einen Spaziergang. Plötzlich kommt eine Katze und es wird gefährlich. Da brüllt Mama Maus: “Wau, wau, wau!“ und die Katze rennt ängstlich davon. „Da seht ihr mal!“, sagt die Maus zu ihren Kindern, „Es ist doch gut, wenn man Fremdsprachen kann!“

A2-Tier-Laute Ratespiel: Ernie und Bert zeigen wie es geht

ab Niveau A1

Ich bin morgens immer müde …

Sie unterrichten im Sekundarbereich? Pubertierende sind in den ersten Stunden häufig müde und schwer zu begeistern. Es muss also nicht unbedingt an unserem Unterricht liegen.

Umfrage:
Lerche oder Eule? Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler den Chronotest machen (B1)

Bereits 1960 sang Trude Herr „ich bin morgens immer müde, aber abends bin ich wach!“. Hier eine Neuinterpretation des Hits durch die Gesangsgruppe Laing:

Uhrzeit üben:

A1-Bewegungsspiel: Sagen Sie verschiedene Uhrzeiten an. Ihre Lernenden sollen die Arme wie die Zeiger einer Uhr benutzen und die korrekte Zeit darstellen (siehe Vorbild Tänzerin im Videoclip ab ca. 2:56)

„Morgens immer müde“ in deutscher Gebärdensprache

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