Willkommen beim DeutschMusikBlog!

Auf DeutschMusikBlog wird eine bunte Mischung deutschsprachiger Lieder und Musikvideos mit Didaktisierungsvorschlägen für den DaF-und DaZ-Unterricht vorgestellt.

Lehrkräfte finden hier vielfältige Unterrichtsmaterialien.
Bitte beachten Sie auch das Archiv mit allen Beiträgen.

Ich freue mich über Kommentare und wünsche viel Spaß beim Anschauen des Blogs!

Fertigkeit Sprechen

Liebe im digitalen Zeitalter

… ist nicht so einfach. Rin hat dem Problem seinen neuen Hit „Data Love“ gewidmet. Während sein Baby „Facetime“ will, steht er auf der Bühne und hat „Stagetime“. Ein Anruf von Angesicht zu Angesicht ist nicht möglich, weil er angeblich keinen Empfang hat. Blaue Haken an den WhatsApp-Nachrichten zeigen, dass er ihre Nachricht zwar gelesen -, aber keine Lust oder Zeit zum Antworten hat. Für seine Facebook-Verehrerinnen ist er jedoch 24 Stunden, 7 Tage die Woche erreichbar.

B1-Lesen: Songtext

B1-Redeanlass: Werden Beziehungen heutzutage hauptsächlich auf WhatsApp ausgetragen, aber kaum im echten Leben?

Fertigkeit Hören

Leiser

Wenn der Partner nur noch von sich selbst und der Partyszene erzählt, stimmt irgendetwas nicht. Im Song „Leiser“ geht es LEA genau um dieses Thema. Auch ihre Freunde haben schon bemerkt, dass sie neben ihrem Freund immer stiller wird.

B1-Lyrics: Den Text vor dem Hören lesen

Hit als Remix: Tanzbare Version

B2- selektives Hörverstehen: Lea im Interview

Lernende hören kurze Audios und formulieren Fragen für Arbeitspartner, z.B.

  • Warum steht Lea gerne auf der Bühne?
  • Um welche Themen geht es in ihren Songs?
  • Wann hat sie angefangen, Songs zu schreiben?
  • Was hat sie studiert?
  • Warum singt sie auf Deutsch?

ab Niveau A1

A-E-I-O-U, du gehörst auch mit dazu!

Ins neue Jahr starten mit Tanz und Bewegung? Falls Sie gerne mit dem TPR-Ansatz arbeiten, dann ist diese Choreographie das Richtige für Ihren Unterricht im Vorschul- und Primarbereich:

A1-Wortschatz lernen und das Lied mitsingen: Komm, lass uns tanzen!

Die Buchstaben  A, E, I, O, U und die Umlaute Ä, Ö, Ü sind Vokale. Vokale klingen alleine, sie heißen deshalb auf Deutsch „Selbstlaute“. An die Konsonanten hängen wir beim Sprechen einen Vokal an, um sie besser aussprechen zu können (be, ce, de, …). Der Begriff Konsonant wird vom Lateinischen (consonare = mitklingen) abgeleitet.

Kostenlose Übungsblätter: Vokale und Konsonanten identifizieren und differenzieren

 

Wortschatz / Redewendungen

Fake Love

Rückblick auf den Musikmarkt 2017: Warum dominiert Bausa seit September die deutschen Charts mit seinem Hit „Was du Liebe nennst“?   Dass dieses Lied sich erfolgreich acht Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Singlecharts halten konnte, lag sicher nicht am trashigen Video  oder am eher mäßigen Text, sondern an der Melodie, die sofort hängen bleibt und mitgesungen werden kann.

Hier ein Cover von Jona Selle:

 Mitsingen ab A1: Den Ohrwurm nicht nur singen, sondern mit Gitarre, Ukulele oder Klavier begleiten

C1-Denglisch: In letzter Zeit hört man im Deutschen verstärkt Verbindungen mit dem Wort „Fake“.

Mit einem „Fake“ ist eine Fälschung oder eine Vortäuschung gemeint. Neben der Fake, der Faker und etwas faken gibt es bereits eine Fake-Identität, einen Fake-Account und einen Fake-User. Bei Fake-News handelt es sich um alternative Fakten. Wenn Bausa über Fake Love singt, wird deutlich, dass heutzutage nicht nur Informationen Definitionssache sind, sondern auch Gefühle.

Landeskunde

Wie a Kind

Die Österreicherin Ina Regen beweist, wie ausdrucksstark Lieder im Dialekt sein können:

B1-Zuordnungsübung: Lernende versuchen, dem Originaltext hochdeutsche Entsprechungen zuzuordnen. Die Solokünstlerin hat uns freundlicherweise den Text zur Verfügung gestellt. Vielen Dank und Grüße nach Wien!

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Grammatik

Ohne uns kommst du heut‘ Nacht nicht heim!

Bereits 3 Millionen Klicks: Die neueste Werbung der Berliner Verkehrsbetriebe ist eine Cover-Version des 80er Jahre Hits „Ohne dich“ der Band „Münchener Freiheit“:

A1-Sehverstehen: Öffentliche Verkehrsmittel sammeln und im Video prüfen, welche gezeigt werden (Bus, U-Bahn, Tram)

A2-Grammatik: Weilsätze bilden. Warum brauchen die vier Hauptdarsteller dringend ein öffentliches Verkehrsmittel?

  • Die Frau in der Kneipe braucht einen Bus, weil …( sie sich beim Date langweilt).
  • Der Rollerfahrer braucht eine Tram, weil … (er keinen Führerschein mehr hat).
  • Der Mann braucht eine U-Bahn, weil … (er kein Geld mehr fürs Taxi hat).
  • Ein Mann braucht einen Bus, weil … (er einen schlechten Witz gemacht hat).

B1-Lesen: In der unteren Videoleiste Untertitel zuschalten und mitlesen, bzw. mitsingen

Auf DeutschMusikBlog gibt es eine weitere BVG-Werbung: Is‘ mir egal!

 

ab Niveau A1

Satzzeichen sind wie Straßenschilder …

… sie zeigen den richtigen Weg durch einen Text.

DaZ-Lehrkräfte, die in der Alphabetisierung oder mit lernungewohnten Lernenden arbeiten, wissen, wie schwer es ist, Interpunktion  verständlich zu vermitteln. Doch es lohnt sich, dieses Thema im Unterricht ausführlich zu behandeln, denn Satzzeichen verdeutlichen die logische und grammatische Struktur von Texten. Außerdem beinhalten sie Informationen zur Intonation.

A1-Wortschatz-Memory: Zuordnungsübung

 

Das Satzzeichendiktat:

  1. 1. An der linken Tafelseite werden Satzzeichen auf Deutsch gesammelt und mit Geräuschen und Gesten verknüpft, z.B:
  • Komma: klatschen
  • Punkt: stampfen
  • Doppelpunkt: zweimal klopfen
  • Anführungszeichen: unten links schnipsen („), oben rechts schnipsen (“)
  • Fragezeichen: fragende Geste
  • Ausrufezeichen: Körper lang strecken und hoch hüpfen

2. An der rechten Tafelseite steht ein kurzer Text ohne Satzzeichen. Die Lehrkraft liest den Text langsam vor, während die die Lernenden darauf achten, wann die Lehrkraft eine Pause macht, ob die Stimme hoch oder runter geht oder auf gleicher Höhe bleibt. Anschließend werden gemeinsam Satzzeichen eingefügt. Beispiel:

  • Vater zum Sohn: „Du bekommst von mir immer fünf Euro, wenn du eine Eins schreibst.“
  • Sohn zum Vater: „Können wir nicht klein anfangen? Gib mir einfach für jede Fünf einen Euro!“
  1. 3. Die Lehrkraft liest den Text erneut langsam vor und die Lernenden begleiten ihn mit den vorab vereinbarten Geräuschen und Gesten:
  • Vater zum Sohn (zweimal klopfen) (unten schnipsen) Du bekommst von mir immer 5 Euro (klatschen) wenn du eine Eins schreibst (stampfen, oben schnipsen)
  • Sohn zum Vater (zweimal klopfen) (unten schnipsen) Können wir nicht klein anfangen (fragende Geste) Gib mir einfach für jede Fünf einen Euro (Körper lang strecken und hüpfen, oben schnipsen)
  1. 4. Der Text wird inkl. Satzzeichen abgeschrieben. In Zukunft kann immer wieder auf die vereinbarten Geräusche und Gesten zurückgegriffen werden, um auf Interpunktions-Fehler aufmerksam zu machen.

Ein weiteres Beispiel zum Ausprobieren?

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Fertigkeit Sprechen

Ich war noch niemals in New York

Udo Jürgens war Kult! Der Österreicher machte 60 Jahre lang Unterhaltungsmusik und war einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker im deutschen Sprachraum. 1982 schrieb er einen Song über verpasste Träume und die Sehnsucht nach Freiheit. Im Lied will ein Familienvater nach dem Abendessen noch schnell Zigaretten holen gehen und kommt unterwegs auf den Gedanken, aus seinem langweiligen Leben auszubrechen:

B2-Lesen: Merci – Udo Jürgens

Meine Berliner Kollegin Judith Poppe hat uns freundlicherweise eine Didaktisierung des Songs zur Verfügung gestellt, die zum Thema „Reisen“ passt und die sie mit einem A2-Kurs der VHS Friedrichshain-Kreuzberg ausprobiert hat. Vielen Dank!

  1. 1. Der Refrain wird als Laufdiktat abgeschrieben.
  2. 2. Erstes Hören: Refrain verstehen. Wer mag, darf zusätzliche Wörter aufschreiben, die jenseits des Refrains verstanden werden.
  3. 3. Zweites Hören: Refrain mitsingen.
  4. 4. Redeanlass in Kleingruppen: „In welchem Land/in welcher Stadt warst du noch nie, würdest aber gerne einmal dort hinfahren?“
  5. 5. Gemeinsam in der Kleingruppe eines der besprochenen Wunsch-Reiseziele auswählen, dazu Informationen recherchieren und die Stadt/das Land im Plenum vorstellen.