Willkommen beim DeutschMusikBlog!

Auf DeutschMusikBlog wird eine bunte Mischung deutschsprachiger Lieder und Videos mit Didaktisierungsvorschlägen für den DaF-und DaZ-Unterricht vorgestellt. Lehrkräfte finden hier vielfältige Unterrichtsmaterialien. Bitte beachten Sie auch das Archiv mit allen Beiträgen. Abonnieren Sie sich per E-Mail, um auf dem Laufenden zu sein.

Fertigkeit Hören

Tanz den Spatz

Unterhaltungskünstler Sven van Thom macht herrlich alberne Popmusik für Kinder

A1-Bewegungslied:  Bewegungen zu folgenden Ansagen lernen und mittanzen

  • Spatz, Krake, Robbe, Harke
  • einen Knicks machen, High Five geben, Pirouetten drehen, die Hände in die Luft schmeißen und Piep-Piep sagen

A1-Bewegungsdiktat: Lernende diktieren ihren Partnern einige Ansagen. Die richtige Umsetzung der Tanzbewegungen belegt das Hörverstehen.

Wortschatz / Redewendungen

Hast du Zeit?

Smalltalk üben mit Emilio

A2-Redemittel: Sich verabreden? Nützliche Sätze im Songtext wiederfinden:

  • Sag mir, hast du Zeit?
  • Komm‘, ich hol dich ab!
  • Wir haben uns lange nicht gesehen.
  • Was hab‘ ich verpasst?
  • Lass uns ein paar Runden drehen.

A2-selektives Hörverstehen: Emilio gibt ein Interview. Lernende sammeln 5-8 Informationen, z.B.: Er heißt Emilio Sakraya und ist 22 Jahre alt. Er ist in Berlin geboren. Seine Mutter kommt aus Marokko und sein Vater kommt aus Serbien. Er ist Musiker und Schauspieler. Er wurde muslimisch erzogen. Alle Freunde durften bis neun raus. Er musste schon um sieben zuhause sein. Er hat Kampfsport trainiert. Er hat bei Castings für Schauspieler mitgemacht. Er liebt Berlin, …

Landeskunde

Generation Morgen

Den Kinderchor KIDS ON STAGE gibt es bereits seit 20 Jahren. Ihr Song Jetzt oder nie kommt aus dem neuen Album Generation Morgen. Das Video wurde auf einem Abenteuerspielplatz gedreht, auf dem die Kinder Bretterbuden bauen, als Zeichen dafür, dass sie die Zukunft mitgestalten wollen:

Was wünschen sich Kinder und Jugendliche für die Zukunft?

A2-Selektives Hörverstehen: Die KIDS ON STAGE haben ganz unterschiedliche Wünsche. Lernende versuchen 2-3 Wünsche herauszuhören, die im nächsten Video Die Generation Morgen genannt werden (z.B. Frieden, Umweltschutz, Tierschutz, Respekt, Integration).

A2-Klassenspaziergang: Lernende stellen sich gegenseitig die Frage „Was wünscht du dir für die Zukunft?“ und machen Notizen, damit sie später darüber berichten können.

Grammatik

Dorfdrift

Ganz schön cooler Bauer! Wohin fährt er bloß mit seinem alten Traktor?

A2-Grammatik: Akkusativ üben mit Bauer Georg

Bauer Georg packt ___ Apfelkiste (-e) auf ___ Traktor (-r).

Er fährt durch ___ Tor (-s), auf ___ Weg (-r), durch ___ Pfütze (-e) und über ___ Acker (-r). Er überfährt fast ___ Radfahrerin (-e), rast durch ___ Scheune (-e) und dann auf ___ Landstraße (-e). Er bremst für ___ Igel (-r), fährt durch ___ Kreisverkehr (-r), in ___ Dorf (-s) und biegt ab auf ___ Parkplatz (-r). Ein Mitarbeiter vom Supermarkt nimmt ___ Obstkiste (-e) und stellt sie auf ___ Regal (-s).

A2-Grammatik: Perfekt bilden mit Sätzen von oben, z.B. Bauer Georg hat eine Apfelkiste auf den Traktor gepackt. Er ist durch das Tor gefahren.

Sehverstehen und Sprechen: Wortschatz und Grammatik von oben wiederholen. Video immer wieder stoppen und selber passende Sätze formulieren.

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Landeskunde

Lasst uns froh und munter sein

Am 6. Dezember kommt der Nikolaus und alle Kinder sind schon ganz aufgeregt. Was wird wohl auf dem Nikolausteller liegen?

Bilddiktat: Kinder diktieren sich gegenseitig, was auf den Nikolausteller oder in den Nikolausstiefel gezeichnet wird, z.B. „Oben rechts ist ein Apfel; links oben eine Mandarine. In der Mitte liegt ein Lebkuchenmann. Unten rechts sind zwei Bonbons. Unten links ist eine Nuss, daneben liegt ein Keks.“ Wer mag, diktiert auch noch Farben: „Der Apfel ist rot. Die Mandarine ist orange.“ Später bekommt das Bild einen Titel, die Gegenstände werden auf Deutsch beschriftet und der Teller wird den anderen mündlich präsentiert: „Auf meinem Teller ist …“

Methode Sprechzeichnen: Sprechzeichnen ist eine erzählbegleitende Visualisierung von Texten. Die Methode wird in der Sprachförderung für Kinder verwendet, weil sie Sprache mit Bewegung, Vers und Form verbindet. In der Phonetik eingesetzt, trainiert die Methode eine deutliche und rhythmische Aussprache. Kinder sprechen folgenden Reim und zeichnen bei jeder Silbe eine Linie: Das (1) ist (2) das (3) Haus (4) vom (5) Ni (6) ko (7) laus (8).“ Wichtig ist, das Haus in einem Linienzug zu zeichnen, ohne eine Strecke zweimal zu durchlaufen.

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Wortschatz / Redewendungen

Ich will, dass du weißt …

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg gibt es schon seit über 90 Jahren. Es startete unter dem Namen UFA-Sinfonieorchester und untermalte legendäre Stummfilme wie Fritz Langs „Metropolis“ (1926) oder Joseph von Sternbergs „Der blaue Engel“ (1930). Die sinfonisch geprägten Musiker spielen auch Jazz und Pop und begleiteten bereits Peter Fox, Rammstein, Silbermond und aktuell Anna Loos:

B1-Redewendungen aus dem Songtext: Lernende recherchieren die Bedeutung von

  • Es gibt keinen Wind, der sich nicht dreht (Der Wind dreht sich: die Stimmung ändert sich).
  • Es gibt keinen Kreis, der sich nicht schließt (Der Kreis schließt sich: Man steht wieder am Anfang).

Landeskunde

Heavy Metal Luftballons

Schräg! Ein Norweger mit italienischem Namen singt auf Deutsch – und macht aus einem der beliebtesten Popsongs ein Heavy-Metal-Cover:

Als 1983 die Band Nena 99 Luftballons herausbrachte, befanden sich West- und Ostdeutschland noch in der Endphase des kalten Krieges. Die nukleare Aufrüstung stieß auf Widerstand in großen Teilen der Bevölkerung. Der Song wurde zum Antikriegslied der Friedensbewegung und entwickelte sich schnell zum internationalen Hit.

Internetrecherche ab B1: Lernende recherchieren Entstehung, Hintergrund und Erfolg des Songs.

Eine weitere kreative Coverversion? Der Kanadier Andrew Huang spielt den Popsong auf vier roten Luftballons, mit denen er Instrumente und Gesang nachahmt.

Auf DeutschMusikBlog gibt es ein weiteres Lied zum Thema Frieden: Nicole mit „Ein bisschen Frieden“

Fertigkeit Sprechen

Wo ist meine Mama?

Das kleine Küken sucht seine Mama und fragt jedes Tier, das ihm über den Weg läuft:

Performative Didaktik / A1-Inszenierung: Rollenkarten an Kinder austeilen. Ein Kind spielt das Küken und wiederholt den Dialog mit Maus, Katze, Schwein, Marienkäfer, Frosch, Schaf, Krokodil, Huhn und Mama.

Automatisierung ab A1: Liedtexte, in denen formelhafte Wendungen ständig wiederholt und leicht variiert werden, festigen Chunks und grammatische Strukturen. Das einmal erworbene Muster „Wo ist mein/e …“ wird variiert oder auf eine neue Situationen übertragen und ist somit absolut alltagstauglich.

Varianten mit Familienmitgliedern oder Freunden:

  • Singular: Wo ist denn mein Papa? Wer hat ihn gesehn? Bist du denn mein Papa? Nein, du musst weitergehn!
  • Plural: Wo sind meine Eltern / meine Freunde? Wer hat sie gesehn? Seid ihr meine Eltern/ Freunde? Nein, du musst weitergehen.

Übertragung auf eine andere Situation:

  • Wo ist denn mein Heft/ sind meine Stifte/ Bücher? Wer hat es/ sie gesehn? Ist das dort mein Heft? Nein, du musst weitergehn!
  • Wo ist meine Brille/ denn mein Handy /denn mein Schlüssel, hast du sie/ es/ ihn gesehn? Ist das meine Brille? Ja, bleib doch endlich stehn!

Wortschatz / Redewendungen

Über den Wolken …

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Der Liedermacher Reinhard Mey veröffentlichte 1974 „Über den Wolken“. Seitdem wird sein Chanson über die Freiheit immer wieder neu eingesungen. Hier in einer Cover-Version von Xavier Naidoo:

B2-Übersetzung: Die deutsche und die französische Version vergleichen

B2-Redeanlass: Sprichwörter, Redewendungen, Zitate zum Thema Freiheit suchen und besprechen, z.B.:

  • Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst, durch Nichtgebrauch dahinschwindet. (Carl Friedrich von Weizsäcker)
  • Zu sagen „Hier herrscht Freiheit“, ist immer ein Irrtum. Freiheit herrscht nicht. (Erich Fried)
  • Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann gestatten kann. (Otto von Bismarck)
  • Man kann eine Idee durch eine andere verdrängen, nur die der Freiheit nicht. (Ludwig Börne)

Literatur

Erlkönig

Goethe schrieb seine Ballade vom Erlkönig 1782; vertont wurde sie 1815 von Franz Schubert.

Figurentheater: Die Umsetzung in Form eines Schattentheaters betont die unheimliche Atmosphäre und trägt dazu bei, dass nicht mehr klar zwischen Traumwelt und Realität unterschieden werden kann

Eine moderne Adaption des Klassikers gibt es bei Rammstein:

B1: Lernende vergleichen die Handlung der Videos

B2: Lernende vergleichen den Text des Erlkönigs mit dem Text von Dalai Lama

Leerstellen machen Texte interessant: Lernende sammeln offene Fragen, z.B.

  • Warum stirbt der Junge?
  • Ist der Erlkönig nur eine Halluzination?
  • Erdrückt der Vater seinen Sohn vor lauter Sorge?
  • Ist der „König der Winde“ der wahre Retter?
  • Warum nennen Rammstein ihren Song „Dalai Lama“?