Schlagwort: Automatisierungsübung

Wortschatz / Redewendungen

Morgen ist auch noch ein Tag

Johannes Oerding outet sich als Profi der Prokrastination.

Praktische Redemittel ab A1: Sie nehmen sich viel vor und schaffen wenig? Dann beherrschen vielleicht auch Sie die Kunst der „Aufschieberitis“ und sollten ein paar praktische Standardsätze auf Deutsch draufhaben.

  • Das hat noch Zeit.
  • Ich mach‘ das bald.
  • Das eilt doch nicht!
  • Morgen ist auch noch ein Tag.
  • Kann das nicht noch ein bisschen warten?
  • Das mach‘ ich morgen (oder übermorgen oder nächste Woche oder …).

A1-Witz:  

  • + Hast du schon den Müll rausgebracht?
  • # Mach‘ ich morgen.
  • + Hast du schon den Geschirrspüler ausgeräumt?
  • # Mach‘ ich morgen.
  • + Hast du schon das Badezimmer aufgeräumt?
  • # Mach‘ ich morgen.
  • + Ich hör immer nur morgen, morgen, morgen! Immer willst du alles morgen machen!
  • # Du hast recht. Das schaff ich morgen alles gar nicht. Ich mach‘ das einfach übermorgen!

A1-Schreiben: Nach diesem Muster einen ähnlichen Dialog schreiben, mit Dingen, vor denen man sich gerne drückt. Ganz nebenbei noch Perfekt-Formen automatisieren. Kurze Modelldialoge mit einer Pointe beinhalten dramaturgischen Charme und können anschließend gut mit Lernenden inszeniert werden.

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Wortschatz / Redewendungen

Ich bleib zu Haus

Auf unbestimmte Zeit zu Hause bleiben? Mit Reggae-Musik geht alles gleich viel besser:

A2-Lesen: Folgende Verben im Text identifizieren und unterstreichen

  • Nichts machen, zuhause bleiben, herumliegen, telefonieren, den Kühlschrank auf- und zumachen, den perfekten Moment verpennen, sich umdrehen, sich zudecken, nicht aufstehen, die Augen auf- und wieder zumachen

A1-Automatisierungsübung: Hypnose (Umformulieren von „Du“ zu „Ich“)

  • Du machst jetzt nichts! (Ich mache jetzt nichts …)
  • Du bleibst zuhause! (Ich bleibe zuhause …)
  • Du machst den Kühlschrank auf! (Ich mache den …)

Phonetik

Laurentia

A1-Sehverstehen: Laurentia ist ziemlich beschäftigt. Was macht sie an den jeweiligen Wochentagen?

Lösung:

  • Am Montag sitzt Laurentia auf dem Sofa.
  • Am Dienstag ist sie im Schwimmbad.
  • Am Mittwoch wäscht sie sich die Haare.
  • Am Donnerstag arbeitet sie am Schreibtisch.
  • Am Freitag kocht sie.
  • Am Samstag malt sie ein Bild.
  • Am Sonntag schläft sie.

Ritual: Wortkarten mit Wochentagen werden im Klassenzimmer aufgehängt. An jedem Tag wird neu markiert und erzählt, welcher Tag heute, morgen, übermorgen ist / gestern oder vorgestern war.

Bewegungsspiel: Die Kinder fassen sich an den Händen und gehen im Kreis. Immer wenn ein Wochentag oder der Name Laurentia gesungen wird, gehen alle zusammen in die Hocke. Variation: Statt „Laurentia“ wird der Name eines anwesenden Kindes eingefügt. Statt in die Hocke zu gehen, wird eine andere Bewegung ausgeführt, z. B. hüpfen, klatschen, …

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Fertigkeit Sprechen

Wo ist meine Mama?

Das kleine Küken sucht seine Mama und fragt jedes Tier, das ihm über den Weg läuft:

Performative Didaktik / A1-Inszenierung: Rollenkarten an Kinder austeilen. Ein Kind spielt das Küken und wiederholt den Dialog mit Maus, Katze, Schwein, Marienkäfer, Frosch, Schaf, Krokodil, Huhn und Mama.

Automatisierung ab A1: Liedtexte, in denen formelhafte Wendungen ständig wiederholt und leicht variiert werden, festigen Chunks und grammatische Strukturen. Das einmal erworbene Muster „Wo ist mein/e …“ wird variiert oder auf eine neue Situationen übertragen und ist somit absolut alltagstauglich.

Varianten mit Familienmitgliedern oder Freunden:

  • Singular: Wo ist denn mein Papa? Wer hat ihn gesehn? Bist du denn mein Papa? Nein, du musst weitergehn!
  • Plural: Wo sind meine Eltern / meine Freunde? Wer hat sie gesehn? Seid ihr meine Eltern/ Freunde? Nein, du musst weitergehen.

Übertragung auf eine andere Situation:

  • Wo ist denn mein Heft/ sind meine Stifte/ Bücher? Wer hat es/ sie gesehn? Ist das dort mein Heft? Nein, du musst weitergehn!
  • Wo ist meine Brille/ denn mein Handy /denn mein Schlüssel, hast du sie/ es/ ihn gesehn? Ist das meine Brille? Ja, bleib doch endlich stehn!

Wortschatz / Redewendungen

Baby-Hai

Den viralen Hit Babyshark gibt’s auch auf Deutsch. Der Song lebt von der ständigen Wiederholung und so funktioniert Automatisierung im Sprachunterricht!

Performative Didaktik durch A1-Bewegungslernen: Beim Singen werden wichtige Wörter durch Gesten begleitet. Jedes Familienmitglied wird mit einer Bewegung verknüpft. Im Tanztutorial wird’s gezeigt.

A1-Miniprojekt: Kostenlose Bastelvorlage für einen Familienstammbaum

ab Niveau A1

Als ich ein Baby war

Ein Lied, das wie das Spiel Koffer packen funktioniert?

Mit „Als ich ein Baby war“ von Rolf Zuckowski kann nicht nur Wortschatz, sondern auch Merkfähigkeit und Konzentration trainiert werden:

A1-Aktivitäten:

  • Basteln: Figuren und Gegenstände des Lieds können als Signalkarten oder Stabfiguren umgesetzt werden.
Vielen Dank für die Bilder aus einem Workshop zum Frühen Fremdsprachenlernen in Poznan!

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Landeskunde

Thunfisch-Eis

Es ist wieder Sommer in Deutschland. Zeit für ein leckeres Thunfisch-Eis!

Kinder lieben stereotype Handlungen, in denen Erwachsene mit schlichten Wortspielen um den Verstand gebracht werden. Für den DaF-Unterricht eignen sich solche Witze besonders gut, denn sie leben von der ständigen Wiederholung und können dabei helfen, wichtige Redemittel zu automatisieren. Die Grundstruktur kann in Mini-Dialogen nachgesprochen und variiert werden, z.B.: „Hast du _______Eis?“ (Eisberg-Eis/ warmes Eis/ Torteneis /eigene Variante).

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Grammatik

Mücken nerven Leute …

… Ssss – gestern, morgen, heute – auf der Suche nach Beute.

Mücken sind lästige Biester: Man hört sie, aber man sieht sie nicht; sie saugen Blut und man erwischt sie selten!

Wenn es in Deutschland einen milden Winter gibt, das Frühjahr sonnig und warm ist, dann noch genügend Niederschläge dazukommen, gibt es spätestens ab Juni für Mücken eine gute Saison. Die Gesangsgruppe Laing hat den Song zur Mückenplage:

B1-Klassenumfrage: „Wovon bist du genervt?“

  • Ich bin genervt von (+ Dativ)… der Werbung, vom Lärm, der Schule, vom schlechten Wetter, den Prüfungen, von meinem Chef, den anstrengenden Kunden, deinen Ratschlägen, von Radfahrern, Unordnung, der ständigen Kritik, deinen Witzen, verspäteten Zügen, Mücken, …

Fertigkeit Sprechen

Lächeln, sprechen, Arme hoch!

Ein Schlaganfall kann jeden treffen. Schwierigkeiten beim Lächeln, Sprechen oder beim Arme heben können erste Symptome dafür sein:

A2-Hör- und Sehverstehen: Lernende notieren, was im Video anders ist als sonst

  • Beim Spazieren gehen mit dem Hund fällt dir die Leine aus der Hand.
  • Du willst deine Schuhe anziehen und weißt nicht mehr, wie es geht.
  • Du machst ein Selfie und kannst dein Lächeln nicht mehr kontrollieren; dein Grinsen ist schief.
  • Du hast plötzlich starke Kopfschmerzen; der Kopf dröhnt.
  • Du bist mit Freunden auf einer Party und hast Wortfindungs-Schwierigkeiten; dir fehlen die Worte und es fällt dir schwer, zu sprechen.
  • Das Gesicht ist plötzlich taub auf einer Seite; du kannst das Gesicht weder fühlen noch bewegen.

Inszenierung durch A1-Automatisierung: Merkvers auswendig lernen und mit Mimik und Gestik begleiten

  • Erstens: Lächeln, zeig deine Zähne!
  • Zweitens: Sprechen, fang an zu reden!
  • Drittens: Heb die Arme hoch, die Arme hoch, die Arme hoch!

B1-Leseverstehen: Lernende sammeln Punkte, die das Schlaganfallsrisiko verringern

 

A2-Sprechen: Einen Notruf absetzen mit 5 W-Fragen

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Grammatik

Meine Party

Schmutzki rollt den roten Teppich aus für seine Gäste. Auch du stehst auf der Gästeliste, also schau doch mal vorbei!

„Alle geilen Leute sind auf meiner Party!
Krasse Langeweile in der ganzen Stadt.
Alle coolen Menschen stehen auf meinem Flokati.
Alle anderen haben heute Pech gehabt …“

Automatisierungsübung zu Konditionalsätzen: Eine Party planen (Reihenübung)

  • Wenn du den Raum organisierst, dann bringe ich die Getränke mit.
  • Wenn du die Getränke mitbringst, dann kümmere ich mich um die Musik.
  • Wenn du dich um die Musik kümmerst, dann mache ich Kartoffelsalat.
  • Wenn du Kartoffelsalat machst, dann lade ich alle Freunde ein.
  • Wenn …, dann …

Automatisierung bedeutet, dass durch das Trainieren sprachlicher Flüssigkeit unmittelbar Sprachkönnen erworben wird. Dabei ist eine Bewusstmachung sprachlicher Mittel nicht unbedingt nötig.

A2-Kursprojekt: Eine Party organisieren. Kopiervorlage aus Schritte plus neu 3 (Hueber-Verlag) „Unser Fest“