Schlagwort: Automatisierungsübung

ab Niveau A1

Fünf kleine Fische

Fünf kleine Fische schwimmen im Meer. Doch Achtung! Dort treibt sich auch ein bissiger Hai herum. Zum Glück geht alles gut aus in diesem bekannten Kinderlied.

Lernen durch Wiederholung: Das Lied wird so oft gesungen, bis die Kinder es auswendig können. So werden nebenbei Wortschatz und Satzstrukturen automatisiert. Begleiten kann man den Song mit einem Fingerspiel, bei dem die fünf kleinen Fische die fünf Finger einer Hand sind. Auf DeutschMusikBlog gibt’s einen weiteren Kinderhit, der mit Bewegung kombiniert werden kann: Baby-Hai.

CLIL: Sach-und Fachunterricht für die ganz Kleinen. Der Zahlenraum von 1-5 ist überschaubar und wird bereits in der Vorschule thematisiert. Warum nicht einfache Matheaufgaben auf Deutsch anleiten? Kinder malen dazu passende Bilder und formulieren mithilfe der Erzieher*in kurze Texte für anschauliche Textaufgaben, z.B.

  • „Fünf kleine Fische schwimmen im Meer. Der Haifisch frisst einen Fisch. Wie viele sind übrig?“
  • „Fünf kleine Fische schwimmen im Meer. Der Haifisch frisst zwei Fische. Wie viele sind übrig?“

Kinder, die solche Aufgaben lösen können, sind schon bereit für Zahlenhäuser. Zahlenhäuser löst man, indem man sich die Dachzahl anschaut und überlegt, welche Zahl in der jeweiligen Etage fehlt, damit beide Zahlen die Dachzahl ergeben. Anhand von Zahlenhäusern lernen Kinder, in welche Bestandteile sich Zahlen zerlegen lassen. Auf DeutschMusikBlog gibt’s ein weiteres Lied zum Thema: Zahlenhäuser

Phonetik

Lyric-Videos im Unterricht

Lyric-Videos ermöglichen einen stärkeren Fokus auf den Text, denn es werden immer genau die Textteile eingeblendet, die gerade gesungen werden. Es kann also gleichzeitig gehört, gelesen und gesungen werden. In der Fremdsprache zu singen, trainiert nicht nur Artikulation und Intonation, sondern ist nützlich, um Satzstrukturen zu automatisieren. Probieren Sie es aus mit dem Song „Einfach sein“ von Ami Warning:

Zum Song gibt’s Arbeitsblätter für Schüler*innen und Handreichungen für Lehrkräfte.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Norwegen entstanden weitere Lyric-Videos zu Songs der Singer-Songwriterin:

Deutsch mit Musik: digital und live – mit Drive! Für Norwegische Deutschlernende gab es zahlreiche Musik-Workshops, es wurden Materialien zum Herunterladen mit Didaktisierungen zu 10 Songs von Ami Warning entwickelt und es kam zur Aufzeichnung eines Konzerts im Rahmen der ersten digitalen Deutschlehrer*innentage des Nordens. Hier geht’s zum Live-Stream des Konzerts mit Ami Warning.

Selektives Hörverstehen: Im Interview beantwortet Ami Warning Fragen norwegischer Schüler*innen.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr von Ami Warning:

Wortschatz / Redewendungen

Zahnputzlied

Alle putzen ihre Zähne mindestens zweimal am Tag. Nur die Hexe nicht, aber die isst ja auch nur Brei …

Neuen Wortschatz einführen: Bei jeder Figur einen kurzen Stopp einlegen (z.B. die Astronautin bei 0:11 oder der Pirat bei 0:15), die Bezeichnung laut vorsprechen und wiederholen lassen. Das Video erneut mit Stopptaste abspielen und die Kinder raten lassen, welche Figur gezeigt wird.

Lesen und Wortschatz festigen: Wort-Bild-Zusammenordnung, z.B. durch ein Memory.

Merkvers: Den Refrain auswendiglernen und laut mitsingen! „Alle putzen, alle putzen …“

Strukturen-Puzzle zur Automatisierung von Wo + Dativ: Kärtchen zu einem Puzzle legen und dadurch Figur mit Ort verbinden, z.B. das Monster + unterm Tisch, die gute Fee + im Wald, der Pirat + auf dem Schiff.

Erweiterung: Eigene Figuren und Orte ergänzen, an denen die Zähne geputzt werden können, z.B. der Koch in der Küche, die Taxifahrerin im Taxi, der Lehrer in der Schule, …

Erklärfilm: Zähne putzen mit Feli und Flo

Auf DeutschMusikBlog gibt’s einen weiteren CLIL-Beitrag zum Thema Ernährung und Zahnhygiene: Die Ernährungspyramide

ab Niveau A1

Ich tanz überall!

Die Giraffenaffen Gang macht coole Musik für Kinder:

Seh- und Hörverstehen ab A1: Wo wird im Song getanzt? (Dativ)

  • im Fahrstuhl, im Abteil, an der Ampel, auf dem Flohmarkt, in der Bäckerei, auf dem Hochhaus, an der Tanke, bei der Polizei, beim Zahnarzt, auf der Wippe, in der Mongolei, am Nordpol, im Pyjama mit einem Papagei, rückwärts auf dem Fahrrad, auf der Nase, auf dem Skateboard, auf dem Hai, auf der Pizza,

Umfrage ab A1: Wo tanzt du gerne?

  • z.B. in der Disco, beim Sommerfest, im Garten, auf der Straße, beim Karneval, in der Küche, im Badezimmer, vor dem Spiegel, in der Turnhalle, im Pausenhof, bei der Hochzeit,

Deutsch lernen mit Bewegung: Im Tanz-Tutorial sind die Choreographie-Anweisungen auf Deutsch und entsprechen dem Ansatz Total Physical Response. Dieses Workout macht nicht nur Kindern Spaß!

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ab Niveau A1

Danke, Nein!

Keine Lust auf die ständige Selbstoptimierung? Suzie von der Kölner Popband Klee mag ihr Leben ungefiltert. Warum nicht öfters mal auf die Bremse treten und freundlich Nein sagen?

A1-Grammatik: Satznegation durch nicht.

Lernende sprechen Sätze aus dem Songtext nach oder lesen sie vor. Dann werden die Sätze negiert, um die Struktur leicht zu variieren und zu automatisieren:

  • Alle sagen ja. Ich nicht. Ich sage nicht ja.
  • Alle sind perfekt. Ich nicht. Ich bin nicht perfekt.
  • Alle sind so dreißig. Ich nicht. Ich bin nicht dreißig.
  • Alle sind so fleißig. Ich nicht. Ich bin nicht fleißig.
  • Alle wollen mehr. Ich nicht. Ich will nicht mehr.
  • Alle werden immer dünner. Ich werde nicht immer dünner. (Futur)
  • Alle haben es gecheckt. Ich habe es nicht gecheckt. (Perfekt)
  • Alle optimieren/ retuschieren/ reduzieren sich. Ich optimiere/ retuschiere/ reduziere mich nicht. (Reflexive Verben)

Anschließend sollen eigene Sätze gebildet werden.

Wortschatz / Redewendungen

Wer hat den Keks aus der Dose geklaut?

Auf mysteriöse Weise verschwinden in der Weihnachtszeit selbstgebackene Plätzchen! Da fragt man sich doch: „Wer hat die Kekse aus der Dose geklaut?“

Automatisierung ab A1: Karaoke singen mit einem Lyric-Video. Der rhythmische Sprechgesang und die ständige Wiederholung mit Namensvariation führen dazu, dass der Text schnell auswendig gelernt werden kann. Nebenbei wird das Perfekt in Kombination mit Akkusativ automatisiert. Dieses klassische Stuhlkreisspiel kann man auch im Onlineunterricht ausprobieren.

Performative Didaktik: Hier ein schönes Beispiel aus dem Unterricht einer ukrainischen Grundschulklasse, mit freundlicher Erlaubnis meiner Kolleginnen Nadiia Demenska und Viktoriia Vostrikova aus Cherson. Vielen Dank!

Eigene Strophen erfinden: Wer hat den Schlüssel/ das Handy/ die Brille/ die Gummibärchen ins Regal/ auf den Tisch/ in die Tasche gelegt?

Landeskunde: Backen mit Kindern. Einfache Rezepte zum Nachbacken

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zum Thema Plätzchen: In der Weihnachtsbäckerei

Wortschatz / Redewendungen

Morgen ist auch noch ein Tag

Johannes Oerding outet sich als Profi der Prokrastination.

Praktische Redemittel ab A1: Sie nehmen sich viel vor und schaffen wenig? Dann beherrschen vielleicht auch Sie die Kunst der „Aufschieberitis“ und sollten ein paar praktische Standardsätze auf Deutsch draufhaben.

  • Das hat noch Zeit.
  • Ich mach‘ das bald.
  • Das eilt doch nicht!
  • Morgen ist auch noch ein Tag.
  • Kann das nicht noch ein bisschen warten?
  • Das mach‘ ich morgen (oder übermorgen oder nächste Woche oder …).

A1-Witz:  

  • + Hast du schon den Müll rausgebracht?
  • # Mach‘ ich morgen.
  • + Hast du schon den Geschirrspüler ausgeräumt?
  • # Mach‘ ich morgen.
  • + Hast du schon das Badezimmer aufgeräumt?
  • # Mach‘ ich morgen.
  • + Ich hör immer nur morgen, morgen, morgen! Immer willst du alles morgen machen!
  • # Du hast recht. Das schaff ich morgen alles gar nicht. Ich mach‘ das einfach übermorgen!

A1-Schreiben: Nach diesem Muster einen ähnlichen Dialog schreiben, mit Dingen, vor denen man sich gerne drückt. Ganz nebenbei noch Perfekt-Formen automatisieren. Kurze Modelldialoge mit einer Pointe beinhalten dramaturgischen Charme und können anschließend gut mit Lernenden inszeniert werden.

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Wortschatz / Redewendungen

Ich bleib zu Haus

Auf unbestimmte Zeit zu Hause bleiben? Mit Reggae-Musik geht alles gleich viel besser:

A2-Lesen: Folgende Verben im Text identifizieren und unterstreichen

  • Nichts machen, zuhause bleiben, herumliegen, telefonieren, den Kühlschrank auf- und zumachen, den perfekten Moment verpennen, sich umdrehen, sich zudecken, nicht aufstehen, die Augen auf- und wieder zumachen

A1-Automatisierungsübung: Hypnose (Umformulieren von „Du“ zu „Ich“)

  • Du machst jetzt nichts! (Ich mache jetzt nichts …)
  • Du bleibst zuhause! (Ich bleibe zuhause …)
  • Du machst den Kühlschrank auf! (Ich mache den …)

Phonetik

Laurentia

A1-Sehverstehen: Laurentia ist ziemlich beschäftigt. Was macht sie an den jeweiligen Wochentagen?

Lösung:

  • Am Montag sitzt Laurentia auf dem Sofa.
  • Am Dienstag ist sie im Schwimmbad.
  • Am Mittwoch wäscht sie sich die Haare.
  • Am Donnerstag arbeitet sie am Schreibtisch.
  • Am Freitag kocht sie.
  • Am Samstag malt sie ein Bild.
  • Am Sonntag schläft sie.

Ritual: Wortkarten mit Wochentagen werden im Klassenzimmer aufgehängt. An jedem Tag wird neu markiert und erzählt, welcher Tag heute, morgen, übermorgen ist / gestern oder vorgestern war.

Bewegungsspiel: Die Kinder fassen sich an den Händen und gehen im Kreis. Immer wenn ein Wochentag oder der Name Laurentia gesungen wird, gehen alle zusammen in die Hocke. Variation: Statt „Laurentia“ wird der Name eines anwesenden Kindes eingefügt. Statt in die Hocke zu gehen, wird eine andere Bewegung ausgeführt, z. B. hüpfen, klatschen, …

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Fertigkeit Sprechen

Wo ist meine Mama?

Das kleine Küken sucht seine Mama und fragt jedes Tier, das ihm über den Weg läuft:

Performative Didaktik / A1-Inszenierung: Rollenkarten an Kinder austeilen. Ein Kind spielt das Küken und wiederholt den Dialog mit Maus, Katze, Schwein, Marienkäfer, Frosch, Schaf, Krokodil, Huhn und Mama.

Automatisierung ab A1: Liedtexte, in denen formelhafte Wendungen ständig wiederholt und leicht variiert werden, festigen Chunks und grammatische Strukturen. Das einmal erworbene Muster „Wo ist mein/e …“ wird variiert oder auf eine neue Situationen übertragen und ist somit absolut alltagstauglich.

Varianten mit Familienmitgliedern oder Freunden:

  • Singular: Wo ist denn mein Papa? Wer hat ihn gesehn? Bist du denn mein Papa? Nein, du musst weitergehn!
  • Plural: Wo sind meine Eltern / meine Freunde? Wer hat sie gesehn? Seid ihr meine Eltern/ Freunde? Nein, du musst weitergehen.

Übertragung auf eine andere Situation:

  • Wo ist denn mein Heft/ sind meine Stifte/ Bücher? Wer hat es/ sie gesehn? Ist das dort mein Heft? Nein, du musst weitergehn!
  • Wo ist meine Brille/ denn mein Handy /denn mein Schlüssel, hast du sie/ es/ ihn gesehn? Ist das meine Brille? Ja, bleib doch endlich stehn!