Kategorie: Fertigkeiten

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Fertigkeit Sprechen

Ich war noch niemals in New York

Udo Jürgens war Kult! Der Österreicher machte 60 Jahre lang Unterhaltungsmusik und war einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker im deutschen Sprachraum. 1982 schrieb er einen Song über verpasste Träume und die Sehnsucht nach Freiheit. Im Lied will ein Familienvater nach dem Abendessen noch schnell Zigaretten holen gehen und kommt unterwegs auf den Gedanken, aus seinem langweiligen Leben auszubrechen:

B2-Lesen: Merci – Udo Jürgens

Meine Berliner Kollegin Judith Poppe hat uns freundlicherweise eine Didaktisierung des Songs zur Verfügung gestellt, die zum Thema „Reisen“ passt und die sie mit einem A2-Kurs der VHS Friedrichshain-Kreuzberg ausprobiert hat. Vielen Dank!

  1. 1. Der Refrain wird als Laufdiktat abgeschrieben.
  2. 2. Erstes Hören: Refrain verstehen. Wer mag, darf zusätzliche Wörter aufschreiben, die jenseits des Refrains verstanden werden.
  3. 3. Zweites Hören: Refrain mitsingen.
  4. 4. Redeanlass in Kleingruppen: „In welchem Land/in welcher Stadt warst du noch nie, würdest aber gerne einmal dort hinfahren?“
  5. 5. Gemeinsam in der Kleingruppe eines der besprochenen Wunsch-Reiseziele auswählen, dazu Informationen recherchieren und die Stadt/das Land im Plenum vorstellen.

Fertigkeit Schreiben

Na und?

Ist mir egal, was die anderen über uns sagen …

Sie suchen nach einfachen Texten und Melodien für den A1-Unterricht? Dann sind Sie mit Schlagern bestens bedient. Ganz aktuell z.B. mit Ben Zucker:

Wie wäre es mit einem Laufdiktat oder einem Schleichdiktat?

  • Ein kurzer Text, z.B. der Refrain eines Songs, hängt an verschiedenen Stellen im Klassenraum aus. Lernende laufen zum Text, prägen sich so viel wie möglich ein, kehren zum Platz zurück und notieren 1-2 Sätze ins Heft. Dann laufen Sie wieder zum Text und prägen sich die nächste Portion ein. Sobald der Refrain komplett abgeschrieben wurde, darf das eigene Blatt mit zur Vorlage genommen und verglichen werden, bevor die Lehrkraft eine Endkorrektur macht.
  • Das Schleichdiktat ist eine Variante des Laufdiktats für lebhafte Klassen, denn dabei ist es wichtig, sehr leise zu schleichen.

Vorteile dieser Diktatformen:

  • Bewegung
  • Gedächtnis- und Konzentrationstraining durch verzögertes Abschreiben
  • Differenzierung über individuelles Arbeitstempo
  • Selbstkontrolle
  • Unterstützt das Auswendiglernen von Textpassagen, damit man anschließend laut beim Refrain mitsingen kann.

Phonetik ab A1: Refrain 3 x laut mitsingen Weiterlesen

Grammatik

Immer muss ich alles sollen

… jetzt lasst mich doch auch endlich mal etwas wollen!

Modalverben können den Inhalt einer Aussage modifizieren. Mit sollen kann ein Befehl geäußert werden, dem man besser folgt: „Du sollst jetzt schlafen gehen. Du sollst dein Zimmer aufräumen. Du sollst an der roten Ampel stehen bleiben!“. Mit wollen kann ein unbedingter Wunsch ausgedrückt werden: „Ich will jetzt Erdbeereis essen!“

A2-Lernplakate fürs Klassenzimmer erstellen: Zur Ergänzung dient der Text

Kinder werden von Eltern ständig ermahnt und dazu aufgefordert, Anweisungen zu folgen. Leider schalten sie ab, wenn sie immer wieder dasselbe hören…

B2-Leseverstehen: So geben Sie Anweisungen, denen Ihr Kind folgen kann

Gisbert zu Knyphausen hat eine weitere Version zum Lied erstellt, Weiterlesen

Fertigkeit Sprechen

Ein Toast auf meine kleine Welt!

Der Tag ist zu Ende und wenn wir Bilanz ziehen, fällt uns häufig zuerst ein, was alles schief gelaufen ist.

Wie können wir den Fokus auf die vielen kleinen, positiven Dinge legen, die uns täglich widerfahren? Culcha Candela feat. Ela machen vor, wie es geht, sich selbst zu feiern:

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Fertigkeit Hören

Verlieren ist das neue Gewinnen!

„Warum krieg‘ ich das alles nicht hin?“ fragen sich resigniert die Beatsteaks feat. Deichkind.

Die Dinge laufen nicht immer so, wie wir es uns wünschen. Aber man kann ja wenigstens so tun als ob, denn selbst wenn ein „L“ für Looser auf unserer Stirn steht, nehmen es die anderen nicht unbedingt wahr.

 A2- Zuordnungsübung: Sätze aus dem Refrain (im Video bei 1:00-1:25) zusammenordnen lassen und beim Hören überprüfen

  • Montag —– mach‘ ich mir ‘nen Riesenplan
  • Dienstag —– sag‘ ich: „Morgen fang ich an!“
  • Mittwoch —– ist der Akku schon alle (leer)
  • Donnerstag —– immer noch nicht Millionär
  • Freitag —– 24 Stunden wach
  • Samstag —– fällt aus wegen gestern Nacht
  • Sonntag —– bin ich immer noch am schwimmen

Zum Nachlesen: Songtext als Lösungskontrolle

Fertigkeit Hören

Fünfzig Songs

C ARMA & WANJA JANEVA reihten Ausschnitte aus 50 deutschsprachigen Hits aneinander. Für ihr Medley nahmen sie bekannte Liedzeilen und unterlegten sie mit einem neuen Beat:

Selektives Hörverstehen ab A2: Lernende bekommen die Trackliste mit 50 Songs und versuchen möglichst viele Zeilen zu identifizieren.

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Fertigkeit Sprechen

Lächeln, sprechen, Arme hoch!

Ein Schlaganfall kann jeden treffen. Schwierigkeiten beim Lächeln, Sprechen oder beim Arme heben können erste Symptome dafür sein:

A2-Hör- und Sehverstehen: Lernende notieren, was im Video anders ist als sonst

  • Beim Spazieren gehen mit dem Hund fällt dir die Leine aus der Hand.
  • Du willst deine Schuhe anziehen und weißt nicht mehr, wie es geht.
  • Du machst ein Selfie und kannst dein Lächeln nicht mehr kontrollieren; dein Grinsen ist schief.
  • Du hast plötzlich starke Kopfschmerzen; der Kopf dröhnt.
  • Du bist mit Freunden auf einer Party und hast Wortfindungs-Schwierigkeiten; dir fehlen die Worte und es fällt dir schwer, zu sprechen.
  • Das Gesicht ist plötzlich taub auf einer Seite; du kannst das Gesicht weder fühlen noch bewegen.

A1-Automatisierung: Merkvers auswendig lernen und mit Mimik und Gestik begleiten

  • Erstens: Lächeln, zeig deine Zähne!
  • Zweitens: Sprechen, fang an zu reden!
  • Drittens: Heb die Arme hoch, die Arme hoch, die Arme hoch!

B1-Leseverstehen: Lernende sammeln Punkte, die das Schlaganfallsrisiko verringern

 

A2-Sprechen: Einen Notruf absetzen mit 5 W-Fragen

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Fertigkeit Lesen

Sag mir, bist du down?

R&B auf Deutsch? Dass das geht, beweist die Hamburgerin Tarin Wilda alias Ace Tee mit ihrem Song „Bist du down?“. Ihr Video ist eine modische und musikalische Zeitreise in die 90er Jahre:

Jugendsprache: Mit „Bist du down?“ ist nicht etwa „Bis du deprimiert?“ gemeint, sondern „Bist du mit dabei/ machst du mit?“.

A2-Lesen: Songext

B1-Musikbesprechungen lesen: