Schlagwort: Schweiz

ab Niveau A1

Deutschlern-App Lirica

Deutsch lernen mit aktueller Musik? Im Oktober hat Lirica eine Deutschlern-App herausgebracht, mit der man nicht nur Wortschatz, Grammatik und Phonetik trainieren kann, sondern auch landeskundliche Infos zu deutschsprachigen Ländern und zur deutschsprachigen Musikszene bekommt. Seit Januar arbeite ich an der Entwicklung dieser App mit und würde mich freuen, wenn ihr sie ausprobiert und mir Rückmeldung gebt.

Apps für den DaF- und DaZ-Unterricht ab A1:

Interessante Musik, eine coole Gestaltung und ein hoher Spaßfaktor machen Lirica zu einem attraktiven Produkt für Jugendliche und Erwachsene. Einmal kostenlos testen? Im App-Store wird man fündig unter „Lirica“. Nach öffnen der App kann man eine Sprachauswahl treffen.

Und hier könnt ihr meinen supersympathischen Lirica-Kollegen kennenlernen: Matthew besucht die Schweiz

Phonetik

Seele

Deutschlernende bezeichnen den ersten Höreindruck der deutschen Sprache selten als gefühlvoll und weich. Die vielen Konsonanten klingen in ihren Ohren eher hart und wirken nur bedingt charmant. Der ständige Wechsel zwischen betonten und unbetonten Silben trägt zudem zu einem abgehackten Gesamteindruck bei. Ein gefühlvolles Kontrastprogramm muss her! Mit deutschsprachigem Soul kann man dem negativen Eindruck etwas entgegensetzen: Im Duett die Deutschamerikanerin Cassandra Steen und Seven, Soulsänger aus der Schweiz.

Auf DeutschMusikBlog gibt es mehr dazu, wie Deutsch für unsere Lernenden klingt:

Phonetik

Spiel mir das Lied vom Tod

Häufig sind Texte, die für Deutschlernende auf A1-A2 geeignet sind, nicht besonders interessant. Dass es anders sein kann, beweist der in Berlin lebende Schweizer Tobias Jundt mit seiner Band Bonaparte.

Die wechselnden Mitglieder der Gruppe verstehen sich als Performance-Künstler. Zur Kunstform Performance passt im DaF-Unterricht die „Sprechmotette“. Mit dieser dramapädagogischen Methode kann inhaltlich Wichtiges betont und eine emotionale Sprechweise ausprobiert werden:

  1. 1. DerText von Lied vom Tod wird zusammen gelesen, unbekannte Wörter können geklärt werden.
  2. 2. Lernende markieren anschließend für sich Sätze oder ganze Passagen, die ihnen besonders wichtig sind.
  3. 3. Die Lehrkraft liest den kompletten Text deutlich und nicht zu schnell vor. Die anderen sprechen laut und rhythmisch mit, wenn „ihre“ Sätze vorkommen. Dadurch entsteht ein chorisches Sprechen, welches mal stärker und mal schwächer klingt, je nachdem, wie viele Sprecher gerade einstimmen. Sprechen im Chor festigt automatisch und intuitiv rhytmische Sprachmuster und verbessert die Aussprache. Zur zusätzlichen Betonung dienen Fingerschnipsen, Klopfen, Klatschen oder Stampfen.
  4. 4. Verstärkt werden kann der Vorgang, wenn während des Sprechens Sätze nicht nur in der Raum gerufen, sondern als Parolen hochgehoben werden.

 

 

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Phonetik

Schwyzerdütsch

Sie waren auf der IDT im schweizerischen Fribourg?

50 Jahre IDT: Die IDT ist die weltweit größte Fachkonferenz für Deutsch als Fremdsprache.

Wie wäre es mit einer Kostprobe von Schweizerdeutsch für Ihren Unterricht?

Vorentlastung: Lernende bekommen Satzkarten und sollen diese im schwyzer-dütschen Text „Für Ingwer und Ewig“ der Band Lo & Leduc wiederentdecken, z.B.:

  • Ich komme lieber zu dir
  • Und wenn es nur für einen Tee ist
  • Bleib wie du bist
  • Direkt nach dem Essen
  • Lass mich in Ruhe
  • Alles wird gut
  • Ich bin stark mit dir und ich bin schwach mit dir
  • Du stellst eine zweite Tasse auf den Tisch

Verstehen Sie Schwyzerdütsch? Machen Sie mit beim Dialektquiz der Süddeutschen

So tönt das Herz der Schweiz: „Ma Chérie“ in einer gejodelten Version