Kategorie: Wortschatz / Redewendungen

Wortschatz / Redewendungen

Joan Baez singt Deutsch

Die wundervolle Joan Baez gilt als Ikone des Protestsongs. Die Pazifistin, Bürgerrechtlerin und Umweltaktivistin hat immer wieder englischsprachige Friedenslieder interpretiert und steht für Gewaltlosigkeit, Deeskalation und Dialog.

Nicht so bekannt ist, dass sie auch deutsche Lieder gecovert hat, z.B. Udo Lindenbergs „Wozu sind Kriege da?“. Mit dem Song wollte Lindenberg 1981 einen Beitrag zur Friedensbewegung und gegen den NATO-Doppelbeschluss leisten, der vor dem Hintergrund des Kalten Krieges entstand. Im Songtext wird aus der Perspektive eines Kindes nach dem Sinn von Kriegen gefragt:

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Wortschatz-Experiment: Wie viel Text können Deutschlernende verstehen? Lernende unterstreichen alle Wörter, die sie im Text erkennen.

  • Am Ende von A1 werden sie wahrscheinlich diese Wörter kennen: alt, auch, auf, bringen, da, dann, denn, der, du, ein, erklären, es, finden, fragen, Frau, Freund, für, geben, gehen, Geld, haben, Herr, ich, ihr, in, ja, Jahr, jetzt, kaufen, kein, kennenlernen, Kind, klein, klar, können, Leben, machen, man, Mann, mein, Mensch, Milliarde, müssen, Mutter, nein, nicht, noch, Präsident, ob, oder, sagen, sein, sich, sie, so, tot, um, und, verstehen, viel, vielleicht, von, warum, was, welcher, Welt, werden, wissen, wollen, zu
  • Am Ende von A2 könnten sie zusätzlich diese Wörter verstehen: bauen, dieser, doch, mal, mich, nötig, setzen, Spiel, sterben, überall, verlieren, wahr
  • Ab B1 werden sie irgendwann auch diese Wörter verstehen: Atomraketenwald, bevor, bescheuert, Bonze, Brillianten, einig, elegant, ermorden, sich fürchten, gegenseitig, genauso, Gewehr, Gold, Gott, Krieg, losmarschieren, nebenbei, nun, Panzer, religiös, schießen, Soldat, wofür, wohl, wozu, Wahrheit, Zwist

Sie möchten das Lied mit einem Musikinstrument begleiten? Hier geht’s zu den Akkorden für Gitarre, Ukulele und Klavier

Hier geht’s zu einer deutsch-russischen Version des Songs von 1987: Udo Lindenberg im Duett mit Alla Pugatschowa

Auf DeutschMusikBlog gibt’s weitere Friedenslieder:

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Wettstreit zu viert

Kammermusik als wilde Bühnenshow! Das virtuose Hamburger Damenquartett Salut Salon verfügt über ein unglaublich breites Repertoire und spielt auf klassischen Instrumenten.

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Instrumentalmusik und Wortschatzerweiterung: Lernende nennen drei Adjektive, die ihren ersten Eindruck auf den Punkt bringen und lernen dann weitere Adjektive kennen, mit denen sich Seh- und Höreindrücke differenziert beschreiben lassen, z.B. überraschend, akrobatisch, frech, frisch, wild, charmant, emotional, leidenschaftlich, spannend, einzigartig, mitreißend, humorvoll, schräg, witzig, …

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Blauäugig sein

Ami Warning fragt in ihrem neuen Song: „Wer hat mir meine blauen Augen weggenommen?“

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A2-Sprechen: Vermutungen zum Songtitel anstellen. Warum heißt Ami Warnings Song „Blaue Augen“?

B1-Leseverstehen: Lernende lesen einen Text und beantworten Verständnisfragen.

Babys haben bei der Geburt oft blaue Augen. Später kann die Farbe der Augen sich verändern. Nach ein paar Wochen zeigt sich die eigentliche Augenfarbe: Die Augen werden braun, grün, grau – oder sie bleiben blau. Nur zehn Prozent der Menschen weltweit haben blaue Augen. Babys sind unschuldig und hilflos – und sie haben blaue Augen. Darum sagt man auch, dass eine Person „blauäugig“ ist, wenn sie unerfahren und naiv ist.

  • Welche Farbe haben die Augen von Babys oft? (Blau)
  • Wieviel Prozent der erwachsenen Menschen haben blaue Augen? (10 %)
  • Warum können auch Menschen mit braunen Augen blauäugig sein? (Die Redewendung „blauäugig sein“ bedeutet, unerfahren, naiv und gutgläubig zu sein, d.h. auch braunäugige Menschen können „blauäugig“ sein.)
  • Was könnte es bedeuten, wenn Ami Warning singt: „Gebt mir meine blauen Augen zurück?“ (Ami wünscht sich zurück zum Anfang, als sie noch unschuldig war und grenzenloses Vertrauen in die Welt hatte. Kleine Kinder sind noch „blauäugig“. Später, wenn sie erwachsen werden, werden sie skeptischer und bekommen Zweifel.)

Zuordnungsübung ab B2: Lernende sammeln positive und negative Aspekte von „Blauäugigkeit“

  • Positiv: gutgläubig, ehrlich, unschuldig, aufrichtig, treu, arglos, unwissend, grenzenlos vertrauend
  • Negativ: naiv, leichtsinnig, dumm, leichtgläubig, kritiklos, gleichgültig, unüberlegt, unbegründet optimistisch

Typisch Deutsch? Blaue Augen gelten im deutschsprachigen Raum als Sinnbild für Naivität und Unwissenheit. Handelt es sich dabei nur um ein deutsches Selbstbild? C1-Lesetext der Deutschen Welle mit Fragen: Wie blauäugig!

Zusätzliche Ideen: Beim Goethe-Institut Norwegen gibt’s den Songtext und eine Didaktisierung zu „Blaue Augen“:

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Wochentage

Kennst du schon die Wochentage? Mit diesem rhythmischen Lied von Cynthia Lechner lassen sie sich leicht lernen. Text auswendig lernen, mitsingen und mittanzen!

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Bewegungsaktivität: Wochentage-Hüpfen.

Auf den Boden werden mit Kreide 7 Kästchen gezeichnet und mit den Wochentagen beschriftet. In den Montag, Dienstag und Mittwoch hüpft man mit einem Bein. In den Donnerstag und Freitag springt man mit einem Grätschsprung. In den Samstag hüpft man wieder auf einem Bein, in das Sonntagkästchen mit beiden Beinen, dreht um und macht sich auf den Rückweg. Wenn man beim Hüpfen auch noch die Wochentage laut mitspricht, werden sie schnell memorisiert.

Spiel: In der ersten Runde wirft ein Kind einen Stein in das Montagkästchen und überspringt den Montag, auf dem Rückweg muss der Stein aus dem Dienstagskästchen heraus – auf einem Bein stehend – hochgehoben werden und in den Dienstag gelegt werden. Und so weiter, bis alle Wochentage durchgespielt wurden.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zu den Wochentagen: Laurentia

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Geldautomat

Die Österreicherin Esther Graf macht einen Musikmix aus Pop, R&B und Hiphop. Das Lyrische Ich ihres aktuellen Songs hat nicht nur Angst vor dem Geldautomaten, sondern ist auch sonst ziemlich verpeilt (durcheinander).

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Arbeit mit dem Songtext, z.B.:

  • Umgangssprache im Songtext finden: – jemanden ghosten (sich nicht mehr melden, den Kontakt abbrechen), – vercheckt sein (desorientiert sein), – keinen Plan haben (ziellos sein), – lost im Moment sein (verwirrt sein)
  • Drei Sätze finden, in denen das Wort „Geldautomat“ vorkommt: Ich hab‘ Angst vorm Geldautomat. Fühl‘ mich so leer, wie der Geldautomat. Selbst der Geldautomat kann mir nicht helfen.
  • Verneinung mit „nicht“: Sie hat ihre letzte Miete (nicht) bezahlt. Ihr Schmuck ist (nicht) wertvoll. Sie öffnet ihre Briefe (nicht). Sie hat (nicht) geduscht. Sie weiß (nicht), wie man dieses Leben richtig lebt. Wenn jemand schreibt, kommt sie (nicht) vorbei.
  • Verneinung mit „kein“: Sie hat noch Akku/ keinen Akku mehr. Sie hat (keine) Angst. Sie hat (k)einen Plan. Sie braucht so viel/ keine Aufmerksamkeit.

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Techno auf dem Dach der Elphi

Einfach lostanzen und nicht mehr aufhören! Der hypnotische Sound von MEUTE hört sich an, als käme er direkt aus einem Techno-Club. Dabei wird nichts digital am Mischpult produziert, sondern alles live gespielt. Im spektakulären Video auf dem Dach der Hamburger Elbphilharmonie haben die Schlagzeuger und Bläser ihre Instrumente umgehängt und können sich frei bewegen.

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Instrumentalmusik beschreiben ab A2: Einen subjektiven Höreindruck in Worte zu fassen, gelingt mit den richtigen Adjektiven. Lernende markieren zuerst Adjektive, die sie bereits kennen und erschließen sich dann ein paar zusätzliche Adjektive, die sie interessant finden. Anschließend wählen sie 3-5 Adjektive aus, mit denen sie die Musik von MEUTE beschreiben möchten. Aus der Elbphilharmonie-Session stehen insgesamt 7 Stücke zur Auswahl: Intentional Deep (00:00), Slip (03:45), Kerberos (10:53), Mental Help (16:30), 21:55 (Panda), 25:37 (Expanse), RAW 32:52

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zu MEUTE: Eine Blaskapelle spielt Techno

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr dazu, wie man musikalische Eindrücke verbalisieren kann:

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Haus am Meer

Der norwegische Singersongwriter Moddi macht Folk-Pop und hat einen seiner bekanntesten Songs nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch gesungen. Er nennt das „Song-Recycling“.

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Das Lied im Unterricht mit der Gitarre begleiten? Hier geht’s zu den Akkorden.

Mehrsprachigkeitsdidaktik: Die deutsche und englische Textversion vergleichen und Sprachverwandtschaft zwischen germanischen Sprachen entdecken.

Das Sprachbewusstsein steigern: Der Einbezug weiterer Sprachen ist eine wertvolle Ressource im Fremdsprachenunterricht. Es lohnt sich, Formen, Bedeutungen und Funktionen abzugleichen zwischen der zu erlernenden Fremdsprache und bereits bekannten Sprachen. Auf A1 und A2 wird relativ wenig Wortschatz vermittelt. Nutzt man aber das bereits bestehende gemeinsame Sprachpotenzial, kann zumindest rezeptiv schnell ein großer Grundwortschatz aufgebaut werden. Lernende erkennen die Ähnlichkeiten in den Wortschätzen der Sprachen und merken sich die deutschen Vokabeln leichter.

Das Konzept der Interkomprehension: Wie ist es möglich, eine fremde Sprache zu verstehen, ohne sie gelernt oder in der natürlichen Umgebung erworben zu haben? Es liegt an der Sprachverwandtschaft! Interkomprehension (gegenseitige Verständlichkeit) ist eine Kommunikationstechnik, die es erlaubt, in der eigenen Muttersprache mit einem Sprecher einer anderen Sprache zu sprechen. Beispiel: Ein Italiener und ein Spanier könnten in ihren jeweils eigenen Muttersprachen miteinander sprechen und sich trotzdem einigermaßen gut verstehen, da beide eine romanische Sprache sprechen. Bei einer Deutschen und eine Niederländerin wäre es ähnlich, da beide eine germanische Sprache sprechen. Die Interkomprehension funktioniert am ehesten zwischen gleichen Sprachzweigen. Auch wenn die Aussprache der verwandten Sprachen sich evtl. stark unterscheidet, ermöglicht es die Schriftlichkeit, sich rezeptiv mit der verwandten Sprache auseinanderzusetzen.

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zum Thema Mehrsprachigkeitsdidaktik: Sprachbrücken bauen mit aktuellen Songs

Auf DeutschMusikBlog gibt’s noch einen Norweger, der auf Deutsch singt: 99 Luftballons

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr zum Thema Heimat:

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Gegenwind

Sobald man beginnt, etwas Eigenes zu machen, gibt es auch schon Widerstände. Man kann es doch wirklich niemandem recht machen!

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B1-Textarbeit: Ami hat gutgemeinte Ratschläge satt. Es ist paradox, denn einerseits bekommt sie die Rückmeldung, dass sie zu ruhig ist; dann heißt es wieder, dass sie zu laut lacht. Lernende suchen im Text nach widersprüchlichen Aussagen, z.B.:

B1-Redeanlass: Sie kennen auch Leute, die immer ein Haar in der Suppe finden? Es gibt Menschen, die aus Prinzip dagegen sind und es schwierig machen, Veränderung voranzubringen. Wie kann man es schaffen, sich frei zu machen von den Erwartungen anderer?

Eine komplette Didaktisierung des Songs gibt’s beim Goethe-Institut Norwegen:

B2-Idiomatik: Lernende versuchen, Entsprechungen in ihren Muttersprachen zu finden

Auf DeutschMusikBlog gibt’s mehr von Ami Warning:

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Zahnputzlied

Alle putzen ihre Zähne mindestens zweimal am Tag. Nur die Hexe nicht, aber die isst ja auch nur Brei …

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Neuen Wortschatz einführen: Bei jeder Figur einen kurzen Stopp einlegen (z.B. die Astronautin bei 0:11 oder der Pirat bei 0:15), die Bezeichnung laut vorsprechen und wiederholen lassen. Das Video erneut mit Stopptaste abspielen und die Kinder raten lassen, welche Figur gezeigt wird.

Lesen und Wortschatz festigen: Wort-Bild-Zusammenordnung, z.B. durch ein Memory.

Merkvers: Den Refrain auswendiglernen und laut mitsingen! „Alle putzen, alle putzen …“

Strukturen-Puzzle zur Automatisierung von Wo + Dativ: Kärtchen zu einem Puzzle legen und dadurch Figur mit Ort verbinden, z.B. das Monster + unterm Tisch, die gute Fee + im Wald, der Pirat + auf dem Schiff.

Erweiterung: Eigene Figuren und Orte ergänzen, an denen die Zähne geputzt werden können, z.B. der Koch in der Küche, die Taxifahrerin im Taxi, der Lehrer in der Schule, …

Erklärfilm: Zähne putzen mit Feli und Flo

Auf DeutschMusikBlog gibt’s einen weiteren CLIL-Beitrag zum Thema Ernährung und Zahnhygiene: Die Ernährungspyramide

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Klassik-Quiz

Es gibt klassische Melodien, die man kennt, aber vielleicht nicht sofort zuordnen kann. Wissen Sie, wer die folgenden Stücke komponiert hat?

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Instrumentalmusik im DaF-Unterricht

A) 1. Durchgang: Das Video wird abgespielt, damit Lernende die Melodien einmal gehört und evtl. bereits erkannt haben.

B) 2. Durchgang: Das Video wird jetzt ohne Bild abgespielt. Lernende bekommen die Arbeitsanweisung, Satzstreifen mit neun Titeln in eine mögliche Reihenfolge zu legen. Dabei geht es nicht darum, die richtige Lösung zu finden. Es darf geraten werden.

C) Lernende bekommen eine Liste mit Redemitteln zum Thema „Vermutungen anstellen“. Sie stellen die Reihenfolge ihrer Satzstreifen im Arbeitsteam vor und verwenden bei jedem Titel eine andere Redewendung, z.B.

  • „Ich denke, dass das Kaiserquartett von Haydn die Nummer 9 ist.“
  • „Vermutlich ist Für Elise von Beethoven die Nummer 7.“
  • „Ich bin mir ziemlich sicher, dass der 1. Satz der Mondscheinsonate von Beethoven auf Platz 3 ist.“

D) 3. Durchgang: Das Video wird mit Bild und Ton abgespielt, um die Lösung zu überprüfen.